Frank Seibel verfasste einen gelungenen Artikel mit der Überschrift „Die vergessliche Stadt“ in der heutigen Ausgabe der Sächsischen Zeitung. Er nimmt Anstoß an der laufenden Diskussion um die Baracke zwischen Kirche und Synagoge und regt dabei die Entwicklung einer Erinnerungskultur in Bezug auf die beiden überwundenen Diktaturen an. Read More
Author: nise
Rechtes Land überblicken
Delikte rechtsextremer Gruppen werden oftmals nur vereinzelt wahrgenommen. Das gesamte Ausmaß an Gewalttaten, Volksverhetzung, Aufmärschen und Übergriffen lässt sich nur schwer überblicken. Viele der Meldungen erscheinen nur in regionalen Zeitungen oder in einschlägigen Foren/Blogs/Portalen. Politikern kommt das oft gelegen, um die Existenz der Rechten Szene klein zu reden.
Der Versuch all diese Vorgänge auf lokaler Ebenen aufzuzeichnen und auf interaktiven Karten zu verankern unternehmen Antifaschistische Pressearchiv und Bildungszentrum e.V.
Diese Form des Datenjournalismus ist längst überfällig. Die Oberlausitz ist dahingehend alles andere als ein weißer Fleck auf der Landkarte der rechtsextremen Auswüchse. So manch ein Bürgermeister wird beim Anblick der fertigen Karte in Erklärungsnöte geraten. An dieser Stelle sie noch mal auf die Chronik rechter Gewalt von AMAL verwiesen.
Korsakow: Demokratische Filmvorführungen
Seit einer Weile nun beobachte ich was die Korskow-Leute mit ihrer Form des Hypervideo so treiben. Gerade eben stieß ich auf einen Beitrag, in dem die Zuschauer einer Filmvorführung per Laser-Pointer über den Verlauf des Films abstimmen. Die gleiche technische Idee einer solchen demokratischen Filmvorführung bzw. Single Display Groupware hatte ich in meiner Diplomarbeit 2008 an der Universität Ulm realisiert. Hier ein paar Auszüge aus der Schrift:
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Nachtrag zum Gesprächsforum zum Umgang mit der Baracke auf dem Gelände der Heilig-Kreuz-Kirche
Am gestrigen Abend fanden sich gut 100 Görlitzer im Schlesischen Museum zusammen, um über den Umgang mit der kürzlich öffentlich gewordenen Baracke des KZ-Außenlager Görlitz zu diskutieren. Die Zeit zur Diskussion ergab sich nach insgesamt sieben Redebeiträgen.
- Niels Seidel, Buchautor
- Norbert Joklitschke, Pfarrer Heilig Kreuz Gemeinde
- Michael Wieler, Bürgermeister
- Dr. Bert Pampel, Stiftung Sächsischer Gedenkstätten
- Kathrin Krahl, Heinrich Böll Stiftung
- Evelyn Mühle, Städtische Friedhofsverwaltung Görlitz
- Alex Jakobowitz, Vorstandsmitglied des Förderkreises Görlitzer Synagoge
Der Tenor der Veranstaltung war durch die Zweifel an der Authentizität der Baracke gekennzeichnet. Aktuell gibt es nur zwei mündliche Aussagen von Personen, die am Aufbau der Baracke hinter der Pfarrei Hl.-Kreuz dabei gewesen sind. Schriftliche Dokumente liegen noch nicht vor. Pfarrer Joklitschke gab Bürgermeister Wieler die Hausaufgabe in den städtischen Verwaltungsarchiven nach Bauakten, Transportaufträgen und dergleichen zu recherchieren. Das dies in den letzten fünf Jahren nach Bekanntwerden innerhalb der Unteren Denkmalschutzbehörde noch nicht geschehen ist mag verwundern.
Gesprächsforum über die KZ-Baracke im Schlesischen Museum zu Görlitz
Am 9. April findet im Schlesischen Museum eine Diskussionsforum über die Zukunft der kürzlich öffentlich gewordenen Baracke des KZ Außenlager Görlitz statt. Unter dem Titel „Denkwürdiges Erbe – Wie weiter mit der Sanitätsbaracke aus dem KZ Biesnitzer Grund?“ lädt der Förderkreis Görlitzer Synagoge zu der Veranstaltung ein.
Learning Analytics using CORDTRA Diagrams with D3.js
CORDTRA stands for Chronological-Ordered Representation of Discourse or Tool Related Activity. These diagrams consist of a timeline where multiple processes are ploted in parallel. Basically it is scatter plot where activities follow a certain coding scheme. In my example the usage of video annotations was distinguished into different interactions, e.g. using Popcorn Maker or direct annotation authoring or contributing/starting an electronic assessment (quiz). The input data was captured in a logfile containing activity data together with a unix time stamp.
Abgeordnetenwatch startet für Sachsen
Nachdem ich just 2012 zu Spenden für die Aufnahme des Sächsischen Landtages bei Abgeorndtenwatch geworben hatte, habe ich nun den Start verschlafen. In den Medien ist es zum Glück nicht untergegangen.
Damals im Mai 2012 fehlten noch 1800 Euro. Nach einem dreiviertel Jahr wurde das Geld nun eingespielt. Teil des Angebots ist eine Auflistung der Lantagsabgeordneten inklusive deren Mitgliedschaft in Ausschüssen und Abstimmungsverhalten ausgewählter Entscheidungen.
Ich freue mich, dass das Angebot seitens der Bürger bereits angenommen wurde. Die aktuellen Fragen drehen sich um:
- die Verantwortung für die Pleite der SachsenLB;
- den Stellenabbau bei der Polizei;
- den Rückgang der Bevölkerungsanzahl / Landflucht / demographischer Wandel;
- Lohnangleichung zwischen Ost und West;
- die sächsische Ehrenamtskarte.
Da sich Abgeordnetenwatch noch nicht aus staatlichen Geldern finanziert, bedarf es weitere Spenden zur Aufrechterhaltung des Angebots.
