Kruse@re:publica – Internetnutzung als Glaubensfrage

Wohltunende Worte über das sich entfaltende Internet: Aus systemtheoretischer Sicht wird sich durch das Internet die Machtverschiebung vom Anbieter zum Nachfrager weiter fortsetzen. Der stete Zuwachs an Netzknoten und Verbindungen, sowie die Spontanität der Knoten und das resonanzbedingte Aufschaukeln hält Kruse für die zentralen Ursachen dieser Entfaltung. Diese Entwicklung ist so beruhigend, weil sie nicht aufzuhalten ist (außer jemand stellt das Internet ab). Kruse appelliert an die Verfechter alter Wertvorstellungen (Digital Visitors): “So bist du nicht willig, so gebrauch’ ich Geduld”.republica2010

Gini Index für’s Globalquartett

Es wurde Zeit das beliebte Kartenspiel Globalquartett aus dem Beta-Stadium zu heben und für die Vollständigkeit der Daten zu sorgen. Insbesondere die Werte von Radermacher’s Equity Faktor waren unmöglich zu beschaffen, weshalb ich nun auf den verbreiteteren Gini-Index (Weltbank, UN) zurück gegriffen habe. Besondere Beachtung fand dieser Wert jüngst aufgrund einer Studie von Richard Wilkinson und Kate Picket (1, 2, 3), die einen starken Zusammenhang zwischen diesem Wert und der Häufigkeit der Kindersterblichkeit, Kriminalität, Drogenmissbrauch, psychischer Erkrankungen u.v.a.m. nachgewiesen haben. (Eine etwas detailliertere Kritik zu Wilkinson’s Buch über den Gini-Index folgt.) Doch was sagt der Gini-Index aus?

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