11.08.2014

theresienstadt explained beim Willkommens- und Abschiedsseminar in Dresden vorgestellt

Es ist nun schon gut sechs Mo­nate her, dass uns die crowd bei der Di­gi­ta­li­sie­rung des NS-​​Propagandafilms »The­re­si­en­stadt - Eine Do­ku­men­ta­tion aus dem Jü­di­schen Sied­lungs­ge­biet« un­ter­stützt hat. Seit dem habe ich zwei grö­ße­nen Schü­ben die In­halte und Um­ge­bung für ein Lern­um­ge­bung ent­wi­ckelt, die ich just am Sonn­abend zum zwei­ten mal zur Dis­kus­sion stellte.

Screen­shot des ak­tu­el­len Prototypen

Beim dies­jäh­ri­gen Willkommens-​​ und Ab­schieds­se­mi­nar tra­fen sich die der­zei­ti­gen und neuen Frei­wil­li­gen der Ak­tion Süh­ne­zei­chen Frie­dens­dienst so­wie die Frei­wil­li­gen vom Öster­rei­chi­schen Ge­denk­dienst in Dres­den. Der Ort war gut ge­wählt, wei­ter lesen » » »

1.06.2014

A Living Document: Leitfaden für ein Qualitätsmanagement bei der Durchführung von E-Learning Projekten

Meine Mo­ti­va­tion zur Be­hand­lung des Qua­li­täts­ma­nage­ment in E-​​Learning Pro­jek­ten ist ge­prägt von ei­ge­nen Er­fah­rung im Pro­jekt­ge­schäft. Ein ge­wis­ser Lei­dens­druck ent­stand da­bei an­ge­sichts sub­op­ti­ma­ler Pro­zesse im Hin­blick auf die Er­rei­chung gu­ter pro­jekt­be­zo­ge­ner und wis­sen­schaft­li­cher Er­geb­nisse. Hier nur ei­nige Bei­spiele wie­der­keh­ren­der Probleme:

  • in­ef­fi­zi­ente Nut­zung von Kommunikations-​​ und Kol­la­bo­ra­ti­ons­werk­zeu­gen (z.B. E-​​Mail-​​Flut, Versionschaos, ...)
  • un­prä­zise Ver­wer­tungs­pläne zur wirt­schaft­li­chen, wis­sen­schaft­li­chen und struk­tu­rel­len Nachnutzung/​Verwertung
  • ein­ge­schränkte Ver­wer­tung von Er­geb­nis­sen aus frü­he­ren Pro­jek­ten auf­grund feh­len­der Nutzungsrechte
  • un­struk­tu­rierte Daten­ab­lage, Li­te­ra­tur­ver­wal­tung, Ver­si­ons­ver­wal­tung, ect.
  • keine Daten­back­ups
  • un­ge­nü­gen­der Li­te­ra­tur­be­zug man­gels Be­kannt­heit der ent­spre­chen­den Com­mu­ni­tys und Literaturdatenbanken
  • Un­klar­heit bei der An­bah­nung von Kooperationen
  • un­ver­schlüs­selte, per­so­nen­be­zo­gene Da­ten von Leh­ren­den und Studierenden
  • ethisch/​juristisch kor­rek­ter Um­gang mit Da­ten stu­den­ti­scher Probanden
  • clo­sed source statt open source
  • kein open data

Das Ziel be­steht darin, ei­nen Hand­lungs­leit­fa­den für die Durch­füh­rung von E-​​Learning-​​Projekten zu ent­wi­ckeln. Der Leit­fa­den dient der Pro­fes­sio­na­li­sie­rung der Or­ga­ni­sa­tion und Durch­füh­rung von Pro­jek­ten im The­men­be­reich E-​​Learning. Da­bei wer­den ein­zelne Pro­zesse be­trach­tet und im Hin­blick auf die Ent­wick­lung und Eta­blie­rung von Qua­li­täts­stan­dards er­läu­tert. Der Leit­fa­den ist un­ab­hän­gig von kon­kre­ten Pro­jek­ten und soll Pro­jekt­ver­ant­wort­li­che wie auch Mit­ar­bei­ter durch Check­lis­ten bei der Durch­füh­rung von E-​​Learning unterstützen.

In ge­wis­ser Weise ist die­ser Vor­stoß durch die Ent­wick­lung ei­nes pro­jekt­be­zo­ge­nen Leid­fa­den für das Qua­li­täts­ma­nage­ment im QPL-​​Projekt »Lehr­pra­xis im Trans­fer« (LiT) in­spi­riert. In LiT geht es darum, die ein­zel­nen hochschul-​​ und me­di­en­di­dak­ti­schen Maß­nah­men zur Be­ra­tung und Ver­net­zung säch­si­scher Leh­ren­der über die vier Hoch­schul­stand­orte hin­weg kla­rer zu de­fi­nie­ren und in An­be­tracht per­so­nel­ler Fluk­tua­tion bes­ser zu kom­mu­ni­zie­ren. Die Vor­ge­hens­weise zur Er­stel­lung ei­nes QM Leit­fa­dens kann man da­bei durch­aus auf an­dere Be­rei­che in For­schung und Lehre über­tra­gen. Mich per­sön­lich be­wegt da­bei die Durch­füh­rung von E-​​Learning Projekten.

Die An­re­gung die­ses Thema kom­plett nun im Web zu er­schlie­ßen und den Text kol­la­bo­ra­tiv zu pro­du­zie­ren er­hielt zu al­ler erst von Lev Ma­no­vich. L3T und an­dere Books­prints ge­hen da­bei ei­nen an­de­ren Weg, in dem ein­zelne Bei­träge zu­sam­men­ge­fügt wer­den. Ich will je­doch al­les, vom ers­ten Ent­wurf bis hin zur Pu­bli­ka­tion ein­zel­ner Ver­sio­nen im Web ab­bil­den. Den letz­ten An­stoß dazu gab mir der re:publica Vor­trag von Kaja Sche­liga, Sönke Bart­ling und Lam­bert Hel­ler.

Ak­tu­ell ist das Do­ku­ment nur ein paar Sei­ten lang. Eine Glie­de­rung liegt vor und je­der der will, ist ein­ge­la­den das Vor­han­dene zu kom­men­tie­ren oder sich bei mir als Au­tor frei­schal­ten zu las­sen. Hier gehts zum Dokument.

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12.05.2014

Das Netz und die Lobokassine sind bedroht. Spendet Leute, spendet!


Di­gi­tale Ge­sell­schaft e.V.
di­gi­tal­cou­rage e.V.

3.05.2014

Meine Empfehlungen zum Neißefilmfest: Open Access, Liga Terezin, Sieniawka

Zum 11. mal und wie­der kaum zu über­tref­fen: das räum­lich ver­teilte und rau­mum­span­nende Film­fest im Drei­län­der­eck Po­len, Tsche­chien, Deutsch­land. Ja, DAS Neis­se­film­fest. Es lohnt im Pro­gramm zu stö­bern. Ich möchte ei­nige Filme emp­feh­len, wenn­gleich ich nicht im­mer die Ge­le­gen­heit ha­ben werde, sie zu sehen:

Vid­kryty Dos­tup /​ Open Ac­cess
Die po­li­ti­sche und ge­sell­schaft­li­che Eta­blie­rung von Open Ac­cess schrei­ten hier­zu­lande mit gro­ßen Schrit­ten voran. Wie es in ei­nem nicht-​​so-​​westlichen Land darum be­stellt ist, ver­spricht die­ser Film zu er­zäh­len. Da es um die Ukraine geht, dürfte die an­schlie­ßende Dis­kus­sion Oleksan­dra Bie­nert und An­dreas Schön­fel­der in mehr­fa­cher Hin­sicht in­ter­es­sant wer­den.
UA 2013 | 98 min | BR | OF + eUT + dtÜ
Siehe auch NGO Centre UA
09.05. 20.00 h KUNSTBAUERKINO 2, GROHEDO

Im Jahr 2011 wurde das Ge­setz des Zu­gangs zu öffent­li­chen In­for­ma­tio­nen in der Ukraine ver­ab­schie­det. Zu ei­nem Zeit­punkt, wo die de­mo­kra­ti­schen Rechte igno­riert wur­den und die Kor­rup­tion wu­cherte, be­schlos­sen fünf Fil­me­ma­cher, das Sys­tem her­aus­zu­for­dern. Der Man­gel an Trans­pa­renz und Ver­ant­wor­tung durch die An­füh­rer des Lan­des und de­ren Gleich­gül­tig­keit und Igno­ranz - das ist, was die Do­ku­men­ta­tio­nen be­zeu­gen. Die Prot­ago­nis­ten le­ben in ver­schie­de­nen Tei­len der Ukraine. Was sie ver­bin­det aber ist der Wunsch, den Zu­gang zu freien In­for­ma­tio­nen zu schaf­fen. Diese An­tho­lo­gie be­inhal­tet: “Mez­hy­hirya”, “Af­gha­ni­scher Kriegs­ve­te­ran”, “Schule”, “Haus der Chi­mä­ren”, “In Bedrängnis”.

 

Liga Tere­zin
An­ge­sichts des dies­jäh­ri­gen Schwer­punkt auf dem jü­di­schen Le­ben in Ost(und Mittel?)europa er­warte ich mir von die­sem Film nicht nur Er­kennt­nisse für meine Ar­beit am in­ter­ak­ti­ven Film(projekt) „The­re­si­en­stadt ex­plai­ned“. Liga Tere­zin er­zählt eine un­glaub­li­che Ge­schichte vom Fuß­ball im KZ The­re­si­en­stadt wohl auch vom Ver­such zu ei­nem All­tag zu finden.

IL 2012 | 52 min
10.05. 11.00 h KUNSTBAUERKINO 2, Großhennersdorf

Von 1942 bis 1944 tru­gen jü­di­sche Häft­linge un­zäh­lige Fuß­ball­spiele auf im­pro­vi­sier­ten Spiel­fel­dern in un­mit­tel­ba­rer Nähe ih­rer Ba­ra­cken im Ghetto The­re­si­en­stadt aus. Es war der Ver­such, sich der trau­ri­gen Rea­li­tät ih­rer auf­ge­zwun­ge­nen Not­lage ent­ge­gen zu stem­men. Die Na­zis mach­ten da­von Film­auf­nah­men, um sie für Pro­pa­gan­da­zwe­cke zu nut­zen. Aus­ge­hend von die­sen Auf­nah­men spannt der Film ei­nen Bo­gen zu ak­tu­el­len an­ti­se­mi­ti­schen Ten­den­zen in hol­län­di­schen Stadien.

Sie­niawka
D/​PL 2013, 126 min., DCP OF dt UT
08.05. 15.00 h KRONENKINO, ZITTAU
In der Um­ge­bung von Zit­tau kann ich mir kaum ei­nen mis­te­riö­se­ren Ort vor­stel­len, als den ehe­ma­li­gen Ka­ser­nen­kom­plex in Sie­niawka (ehm. Klein­schö­nau). Das An­we­sen ist vie­len noch als Sitz des Kraft­ver­kehrs und Tank­stelle be­kannt.. Man­che wis­sen um die Ge­schichte als Pro­duk­ti­ons­ort der ers­ten Dü­sen­trieb­werke durch die Firma Jun­kers im Jahre 1945. Nur we­nige sind da­ge­gen mit der düs­te­ren Ver­gan­gen­heit als Ent­bin­dungs­heim von Groß-​​Rosener KZ-​​Häftlingen, dem Wir­ken von Dr. Men­gele und an­dern SS-​​Größen so­wie der Nut­zung als La­ger des so­wje­ti­schen NKWD ver­traut. Ei­nige En­thu­si­as­ten ver­mu­ten in den un­ter­ir­di­schen Pro­duk­ti­ons­stät­ten Na­zi­schätze, wie das Bern­stein­zim­mer. In die­sem Film geht es je­doch um die heute dort zu fin­dende Psychatrie.

Ein Ta­ge­bau, ein her­um­streu­nen­der Kos­mo­naut. Eine Be­treu­ungs­an­stalt für psy­chisch Norm­ab­wei­chende. Erst Es­sens­aus­gabe im Spei­se­saal, dann Zi­ga­ret­ten­aus­gabe im Rau­cher­zim­mer. Luft­ten­nis im Gar­ten und ein al­tes Kino aus Vor­kriegs­zei­ten.
Ein aus der Zeit ge­fal­le­ner Ort na­mens Sie­niawka, be­kannt für sei­nen Grenz­über­gang und für eine lo­kale Psych­ia­trie an der polnisch-​​deutschen Grenze bil­det das schwe­re­lose Zen­trum die­ses ki­ne­ma­to­gra­fi­schen Bil­der­mo­no­liths. Eine ex­pe­ri­men­telle Mi­schung aus Science-​​Fiction und Do­ku­drama. Sie­niawka, 5 Mi­nu­ten Fuß­weg von Zit­tau ent­fernt - Le­ben auf ei­nem frem­den Stern.

Dar­über hin­aus:
- Ru­blak. Die Le­gende vom ver­mes­se­nen Land (08.05. 20.00 h KULTURFABRIK, MITTELHERWIGSDORF)
- One Fine Line (09.05. 17.30 h KUNSTBAUERKINO 1, GROHEDO)

1.05.2014

[poster] 'Theresienstadt explained' beim 8. Deutsch-Tschechischen Jugendtreffen in Teresin/CZ

Die­ses Pos­ter hat­ten wir beim 8. Deutsch-​​Tschechischen Jug­entref­fen in Teresin/​CZ da­bei. Vor Ort in der KZ-​​Gedenkstätte The­re­si­en­stadt ha­ben wir auch den ers­ten Pro­to­ty­pen des in­ter­ak­ti­ven Lern­me­di­ums 'The­re­si­en­stadt ex­plai­ned' vorgestellt.

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