Saturday, December 3rd, 2011

Trinken für eine gute Sache

So­zia­les Un­ter­neh­mer­tum, oder auf neu­sprech So­cial En­ter­pre­neurship, ist ein gro­ßes Wort, denn hin­ter dem Be­griff steht die Sym­biose von nach­hal­ti­gem Wirt­schaf­ten und der Mil­de­rung so­zia­ler bzw. ge­sell­schaft­li­cher Pro­bleme. In Dres­den machte sich kürz­lich ein in­no­va­ti­ver Klein­un­ter­neh­mer daran, das freie Ra­dio als ge­sell­schafts­po­li­ti­sche In­stanz durch den Ver­kauf von Wein zu er­hal­ten.

Freunde des ethisch kor­rek­ten Wein­ge­nus­ses dür­fen sich am So­li­da­ri­täts­wein er­freuen. Bio war ges­tern und wird heute durch die so­ziale Kom­po­nente er­gänzt. Mit je­der ver­kauf­ten Fla­sche Weiß- oder Rot­wein ge­hen 50 Cent an den freien Ra­dio­sen­der Co­lo­Ra­dio. In Sach­sen ha­ben es die freien Ra­dio­sen­der be­son­ders schwer. Ei­ner­seits ver­zich­ten sie (un­freiwl­lig) auf Wer­bung und mei­den es, mit den öffentlich-rechtlichen und pri­va­ten Sen­dern in Kon­kur­renz zu tre­ten, und an­der­seits ver­langt ih­nen der Frei­staat jähr­lich 12.000 Euro für die Sen­de­li­zen­zen ab. Ein Teil der Ein­nah­men des So­li­da­ri­täts­weins flie­ßen di­rekt in den Topf für die Zah­lung der Sendelizenz.

Da ich selbst ein paar Jahre eine Sen­dung im freien Ra­dio in Ulm (freeFM) un­ter­hielt, möchte ich auch hier in Sach­sen der­er­lei For­mate und Sen­der un­ter­stüt­zen. Dank des So­li­da­ri­täts­wein wird eine sol­che Un­ter­stüt­zung zum Ver­gnü­gen. Ein biss­chen Ar­beit war's mir dann doch wert, dem So­li­da­ri­täts­wein zu­min­dest zu ei­nem klei­nen Web-Shop zu verhelfen.

Friday, November 25th, 2011

Modellprojekt: Zittau nimmt 2000 asylsuchende Familien auf

[Fik­tion] Ein be­schau­li­ches Städt­chen im Sü­den der Ober­lau­sitz be­weist gro­ßen Mut und be­geg­net den de­mo­gra­phi­schen Pro­blem der Übe­r­al­te­rung und der we­ni­gen Ge­bur­ten mit ei­ner tra­di­tio­nel­len Lö­sung. 2000 Fa­mi­len, die we­gen ih­res Glau­bens aus ih­rer Hei­mat in Tu­ne­sien, Irak, Ägyp­ten und Pa­läs­tina flie­hen muss­ten bot die Stadt Zit­tau vor gut zwei Jah­ren Asyl und ein neues Zu­hause.
Diese un­ge­wöhn­li­che Idee geht auf die Tra­di­tion des Gra­fen Ni­ko­laus von Zin­zen­dorf zu­rück, der im 18. Jahr­hun­dert mehr­fach Glau­bens­flüch­lin­gen aus Böh­men, Mäh­ren und Schle­sien auf sei­nem Grund und Bo­den Sied­lungs­raum ge­währte. Die Stadt Herrn­hut so­wie ei­nige Sied­lun­gen in Ber­t­hels­dorf zeu­gen heute noch von der Mild­tä­tig­keit des Gra­fen. Aber auch an­dere Städte schlu­gen in jün­ge­rer Ver­gan­gen­heit ähn­li­che Wege ein. In der spa­ni­schen Stadt Agua­viva sie­delte man ge­zielt Ar­gen­ti­nier und Ru­mä­nen an.
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Thursday, October 20th, 2011

Betriebssystem einer Gesellschaft

Gün­ter Du­eck spricht über das, auf dem Land feh­lende ge­sell­schaft­li­che Be­triebs­sys­tem (INTERNET) und Be­rufe, die bald kei­ner mehr braucht:

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Thursday, October 20th, 2011

YES MEN im PiraCine

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Sunday, October 16th, 2011

CCC fordert Friedrichs Rücktritt

Auf dem heu­ti­gen Datenspuren-Kongress in Dres­den re­fe­rier­ten Con­stanze Kurz und Frank Rie­ger vom Chaos Com­pu­ter Club aus ak­tu­el­lem An­lass über den Bun­destro­ja­ner. Im Mit­tel­punkt der Aus­füh­run­gen stan­den ne­ben tech­ni­scher De­tails des Tro­ja­ners vor al­lem die la­pi­da­ren Be­schwich­ti­gun­gen der Vor­würfe durch Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Fried­rich. Die Liste der Vor­würfe war so lang, dass Fried­richs Rück­tritt die per­sön­li­che Kon­se­quen­zen zie­hen sollte. Rück­tritt lau­tete des­halb die For­de­rung des CCC, der ich mich in An­be­tracht der arg­wöh­ni­schen Ver­laut­ba­run­gen des Bun­des­mi­nis­ters in der heu­ti­gen Aus­gabe der FAZ an­schließe.
Aus­führ­li­ches dazu schrei­ben die Gör­lit­zer Pi­ra­ten auf ih­rem Blog.

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