ACD3: Video Bubble Charts

Three guys from ac-d3 published some neat plugin for D3.js for integrating audiovisual content (AC) into data charts (D3). The videos are obtained from YouTube or Vimeo to illustrate the chart content. Presenting and playing multiple videos at once might make no real sense, but it is nice to see some moving images within a bubble chart. So one could use it as tool for remixing different videos into a collage or for more serious data analysis task regarding videos. I am still waiting to see more meaningful example. Unfortunately the browser struggles under the load of simultaneous playing videos. Without this performance problems AC-D3 would be candidate for the Video Learning Dashboard that I am developing at the moment.

The AC-D3 code is available at github.

Zwei Buchbeiträge zum Abschluss des QPL-Projekts »Lehrpraxis im Transfer« sind auf dem Weg gebracht

Als Resümee der letzten vier Jahren im sächsischen QPL-Verbundprojekt »Lehrpraxis im Transfer« habe ich zusammen mit meinen Kollegen zwei Beiträge geschrieben, aus den der Verbundcharakter sehr deutlich hervorgeht. Der erste Beitrag behandelt die kollaborative Konzeption und mehrfache Durchführung eines mediendidaktischen Weiterbildungsangebots im Projektverbund. In der Hoffnung dem Thema OER auch in der Hochschuldidaktik zum Durchbruch zu verhelfen, haben wir diesen Kurs unter freier Lizenz veröffentlicht und die Durchführung sehr ausführlich beschrieben. Andere Mediendidaktiker sollten damit in der Lage sein den Kurs relativ einfach zu übernehmen und hinsichtlich der eigenen Anforderungen anzupassen. Im zweiten Beitrag steht die Zusammenarbeit von Lehrenden im Mittelpunkt, die über hochschulgrenzen hinweg in Facharbeitskreisen ihre Lehre fortentwickeln. In der vorgestellten empirischen Untersuchungen dieser Communities of Practice haben wir wichtige Impulse für die Förderung von Facharbeitskreisen im Nachfolgeprojekt »Lehrpraxis im Transfer plus« gewonnen. Aufgrund der hohen Relevanz für die hochschuldidaktische Forschung planen wir weitere Veröffentlichungen dazu.
Beide Beiträge werden Anfang 2017 in einem noch nicht abschließend betitelten Band der Edition des Leipziger Instituts für angewandte Weiterbildungsforschung (LIWF) erscheinen.

Überführung hochschuldidaktischer Kurse in OER – Ansätze und Herausforderungen
Niels Seidel

Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, wie hochschuldidaktische
Weiterbildungsangebote als Open Educational Resources (OER) aufbereitet werden
müssen, damit sie aus sich selbst heraus nachvollziehbar und wiederverwendbar
sind. Am Beispiel eines kollaborativ entwickelten und mehrfach erprobten
Mediendidaktik-Workshops wird erläutert, warum neben den Lernressourcen und
Lernzielen auch Angaben zur didaktische Durchführung sowie genaue
Kontextinformationen erforderlich sind.

 

Facharbeitskreise: Hochschulübergreifende Communities of Practice zur Qualifizierung von Lehrenden
Niels Seidel, Benjamin Engbrocks und Stephanie Gaaw

Dieser Beitrag befasst sich mit Facharbeitskreisen (FAK) als eine Form von Communities of Practice zur kollegialen Beratung von Lehrenden. Am Beispiel der sächsischen Hochschulen wird die Initiierung von zehn FAK erläutert. In einer Inhaltsanalyse von 43 Sitzungsprotokollen und einer Befragung wurden diese FAK evaluiert. Das Ergebnis unterstreicht die Intention, den hochschul- und fachübergreifenden Wissensaustausch von Lehrenden zu fördern und zeigt Entwicklungspotentiale auf.

Why the IMS OpenVideo initiative should become literally open

In January IMS Global announced its work on a standard for video capturing. Indeed it would be nice to have more guidance on how to capture, post process, store and deliver a video. Currently there is lack of interoperability between different platform. For instance, a set of video lectures cannot be stored in a single format in order to be republished on another learning management system. There many open questions developers are asking when they try to integrate video into the dinosaurs of learning environments – namely Blackboard, moodle, Ilias, and OLAT:

  • In what format shall I store the descriptions about video formats, sizes, and media types like segments, thumbnails, posters, transcripts, ect. ?
  • What would be the right format in order to describe a course where students get there weekly portion of video content like in a MOOC? Structuring and sequencing could be achieved with SCORM, while system features and learning outcomes can not be expressed.
  • How can we define collaborative learning activities for groups who are working on a instance of source video so that each group has its own playground for augmenting and discussing contents?
  • What is a proper metadata schema for long time archiving of video footage from educational or research fields? Currently we know about videoMD, PBCore, and METS, but all those approaches for librarians not considering learning taxonomies, didactically methods, student interactions and other relevant descriptions.

All these questions and many more could be ask in a joint standard initiative, but the way it is organized at IMS Global is questionable. While labeled as an ‘Open’ initiative the interested parties have to pay a yearly fee of $3,500 to get access to the working drafts and resources they have to pay $15.000 to become a voting member and influence the decision process. Even the discussion of the current members is not as transparent as one might expect. So fare Kaltura outed to be on of the participants (the only one?). All the others stay in the background and deciding about the future of educational video technology at our schools and universities.

However, such an initiative could be literally open and invite a broad range of stakeholders form all around the world. Defining standards should be organized like the Request For Comment (RFC) papers or a W3C working group. The participants should communicate in public mailing lists or social network circles. Furthermore, all drafts should be made available by naming the contributing authors.

ZuseExpo in Nowa Huta

Die Hoyerswerdaer Neustadt ist das Nowa Huta von Ostsachsen. Riesige Plattenbauten erinnern an post-stalinistische Wohnungsbauprojekte einer Stadt, die wegen der Arbeit im Kohlveredelungswerk Schwarze Pumpe sich einmal zu einer Großstadt entwickeln sollte. Inzwischen wurden viele Platten in ihrer Höhe rasiert und in ihrer Anzahl dezimiert. Größer als die Plattenbauten sind heute die Rasenflächen. Sie eröffnen Sichtachsen, die im Nichts verlaufen. Die Abwesenheit von Landschaftsarchitekten ist in dieser Gegend wahrscheinlich nur das geringste Problem.

Im ehemaligen Betriebskulturhaus des Gaskombinats Schwarze Pumpe – der heutigen Lausitzhalle – fand in den letzten beiden Tagen eine IT Messe namens ZuseExpo statt. Konrad Zuse lieh seinen Namen für die Veranstaltung und ließ auf visionäre Aussteller hoffen. Kaum zwei Dutzend Stände erwarteten die Besucher der B2B Messe. Die Stände waren nur mäßig besetzt, die Reihen im großen Saal blieben kläglich leer. Viele kleinere Firmen waren vollzählig zur Messe erschienen. Überraschender Weise sah ich nur wenige Software Firmen, vermehrt jedoch Firmen aus dem Automotive-Bereich und der Automatisierungsbranche. Also größtenteils Firmen, die viel mit Hardware arbeiten. Aus dem Medienbereich war gar nur ein Aussteller zu finden. Das Thema Internet wurde, abgesehen von einem CMS-Anbieter mit einem ostsächsich-komplizierten Backend, nur bei Kaffee und Kuchen abgefrühstückt, obwohl es in (Ost)Sachsen sehr viele Akteure in dem Bereich gibt.

Ich wollte auf der Messen Kontakte für Forschung und Lehre knüpfen. Dies ist mir auch gelungen, trotzdem die meisten Firmen kein Interesse an aktueller Forschung hatten und primär darauf aus waren, Geschäfte mit anderen Firmen zu machen. Fachkräftemangel war kein Thema. Auch das Interesse an Praktikanten und Masteranden war gering.

Alles in allem war dies eine wenig visionäre Messe. Nicht zuletzt das verstaubte Ambiente eines DDR-Kulturhauses vermittelte den Eindruck des Stillstands. Etwas mehr Sinn für Schönheit, Kreativität und ansprechende Formate hätten der Veranstaltung gut getan. Die Entscheidung für den Standort Hoyerswerda zeugt von Idealismus und wird von der Geschichte Zuses getragen – mehr aber auch nicht.