Die Zunkunft des Films beginnt schon heute
Die freie FilmÂproÂdukÂtion erÂhält erÂhebÂliÂchen AufÂtrieb durch das AnÂgeÂbot neuer InÂterÂnetÂplattÂforÂmen, die auf eine beÂnutÂzerÂparÂtiÂziÂpierte HerÂstelÂlung und NachÂbeÂarÂbeiÂtung von FilmÂmaÂteÂrial setÂzen. WähÂrend die FilmÂinÂdusÂtrie imÂmer noch geÂgen UrÂheÂberÂrechtsÂverÂstöße und RaubÂkoÂpieÂrer kämpft, ist eine neue FilmÂszene als Teil der Open ConÂtent BeÂweÂgung am EntÂsteÂhen. Es bleibt freiÂlich nur noch eine Frage der Zeit bis eine so entÂsanÂdeÂner Film mit eiÂnem HolÂlyÂwoodÂstreiÂfen konÂkuÂriert - vielÂleicht nicht unÂbeÂdingt im Kino, doch im InÂterÂnet. Mit dem Film A ReÂmix MaÂniÂfesto ist beÂreits ein ersÂter Schritt in diese RichÂtung getan.
VerÂteilte FilmÂproÂdukÂtion
Die ProÂdukÂtion eiÂnes klasÂsiÂschen Films zählt heute zu den komÂpleÂxesÂten kolÂlaÂboÂraÂtiÂven SchafÂfensÂproÂzesÂsen der KunstÂwelt. Die beÂteiÂligÂten AkÂteure nutÂzen ihre künstÂleÂriÂschen, techÂniÂschen und orÂgaÂniÂsaÂtoÂriÂschen FerÂtigÂkeiÂten zur HerÂstelÂlung eiÂnes zeitÂaufÂwenÂdiÂgen und kostÂspieÂliÂgen GeÂsamtÂkunstÂwerks. Grob lässt sich dieÂser klasÂsiÂsche ProÂzess in fünf PhaÂsen einteilen:
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- - EntÂwickÂlung und Finanzierung,
- -Â VorÂproÂdukÂtion,
- - DrehÂarÂbeiÂten
- - NachÂbeÂarÂbeiÂtung und AusÂwerÂtung (Schnitt etc.)
einÂteiÂlen. Im PaÂraÂdigma eiÂner räumÂlich und zeitÂlich verÂteilÂten FilmÂproÂdukÂtion stellt sich grundÂleÂgend die Frage, wie diese PhaÂsen orÂgaÂniÂsiert werÂden. Im klasÂsiÂschen Sinne wäre dies eine hierÂaÂchiÂsche StrukÂtur, an desÂsen Spitze der ProÂduÂzent steht. GeÂmäß dem Open Source GeÂdanÂken stände zuÂnächst der InÂitiaÂtor eiÂnes FilmÂproÂjekts als EntÂscheiÂdungsÂträÂger an dieÂser FühÂrungsÂpoÂsiÂtion, soÂlange bis die mitÂwirÂkenÂden PerÂsoÂnen baÂsisÂdeÂmoÂkraÂtisch eiÂnen NachÂfolÂger beÂstimÂmen. Die Rollen- und ArÂbeitsÂaufÂteiÂlung in eiÂner solÂchen flaÂchen und team-orientierten OrÂgaÂniÂsaÂtion beÂruht auf FreiÂwilÂligÂkeit. InsÂbeÂsonÂdere in der Phase der NachÂbeÂreiÂtung und AusÂwerÂtung des FilmÂmaÂteÂriÂals ist in jüngsÂter Zeit eine techÂniÂsche und orÂgaÂniÂsaÂtoÂriÂsche EntÂwickÂlung zu beÂobÂachÂten, die noch freiere ProÂdukÂtiÂonsÂforÂmen erÂwarÂten lässt. WennÂgleich die Idee von Open Source FilmÂproÂdukÂtioÂnen beÂreits eiÂniÂgen AnÂklang geÂfunÂden hat, so erÂforÂdert die ParÂtiÂziÂpaÂtion an solÂchen ProÂjekÂten viel softÂwareÂtechÂniÂsches Know How und entÂspreÂchende HardÂware, mit der HD MaÂteÂrial verÂarÂbeiÂtet werÂden kann. Es fehlte darÂüber hinÂaus an hochÂwerÂtiÂger quellÂofÂfeÂner SoftÂware, die alle MitÂwirÂkenÂden als verÂbindÂliÂches HerÂstelÂlungsÂmitÂtel verÂwenÂden könÂnen. KalÂtura und die darÂauf baÂsieÂrende open source ciÂnema-PlattÂform (OSC) sind meiÂner MeiÂnung nach die ersÂten brauchÂbaÂren WerkÂzeuge zur kolÂlaÂboÂraÂtiÂven NachÂbeÂarÂbeiÂtung von RohÂmaÂteÂrial. OSC geÂwinnt insÂbeÂsonÂdere an AtÂtrakÂtiÂviÂtät durch die MögÂlichÂkeit Filme aus der größÂten (chaoÂtiÂschen) Internet-Filmdatenbank - YouTube - zu integrieren.
OfÂfene FilmÂdaÂtenÂbanÂken
Eine FilmÂdaÂtenÂbank beÂinhalÂtet das geÂsamte FilmÂmaÂteÂrial der DrehÂarÂbeiÂten in unÂbeÂarÂbeiÂteÂter und unÂgeÂschnitÂteÂner Form. DerÂzeit gibt es eine Reihe von so geÂnannÂten open conÂtent films, deÂren RohÂfasÂsunÂgen in eiÂner DatenÂbank frei im Netz verÂfüg sind und für eine NeuÂbeÂarÂbeiÂtung beÂreitÂsteÂhen. PoÂtenÂtiÂelle NeuÂbeÂarÂbeiÂtunÂgen müsÂsen sich nicht am DrehÂbuch oriÂenÂtieÂren und könÂnen inÂsoÂfern soÂwohl eiÂnen ReÂmix eiÂnes beÂsteÂhenÂden WerÂkes bilÂden, als auch eine neue filÂmiÂsche HandÂlung wieÂderÂgeÂben. FilmÂdaÂtenÂbanÂken, wie YouTube, dieÂnen daÂbei nicht nur als kosÂtenÂloÂser SpeiÂcherÂplatz, sonÂdern ofÂfenÂbaÂren gleichÂzeiÂtig eine BaÂsis für eine strukÂtuÂrierte AufÂbeÂreiÂtung dieÂser FilmÂfetÂzen, bis hin zu ganÂzen Spiel- oder Dokumentarfilmen.


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