Die Welt im Jahre 2018 (von nise81)

Open Source Projekte ...

... do­mi­nie­ren ne­ben der In­for­ma­tik auch zu­neh­mend in wei­te­ren tech­ni­schen Dis­zi­pli­nen, wie dem Ma­schi­nen­bau, der Elek­tro­tech­nik und Me­cha­tro­nik, aber auch in der Che­mie und Bio­lo­gie. Ent­schei­dend ist ne­ben der freien Ver­füg­bar­keit von Bau­an­lei­tun­gen ins­be­son­dere die kol­la­bo­ra­tive Ar­beit von sich frei­wil­lig zu­sam­men­fin­den­den Men­schen. Eine Mo­du­la­ri­tät klei­ner Open Source Pro­dukte er­laubt die Zu­sam­men­set­zung zu grö­ße­ren Pro­duk­ten. Ver­schie­dene Li­zenz­mo­delle re­geln die Ver­wer­tungs­rechte, wo­bei nicht tri­viale Son­der­wün­sche sei­tens des Ab­neh­mers wei­ter­hin von spe­zia­li­sier­ten Fir­men er­le­digt wer­den. Grö­ßere kom­mer­zi­elle Un­ter­neh­men stüt­zen ihre Ent­wick­lung eben­falls auf quell­of­fene Spe­zi­fi­ka­tio­nen und ver­fei­nern oder ver­edeln diese für all jene, de­nen Zeit und Know-How zur Selbst­an­fer­ti­gung fehlt.

Pa­pier­freie Welt

Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten sind fast aus­schließ­lich nur noch in di­gi­ta­ler Form er­hält­lich und kön­nen auf spe­zi­el­len Display-Folien ge­le­sen oder an eine Flä­che pro­ji­ziert wer­den. Die Da­ten die­ser Lese- und An­zei­ge­ge­räte lädt man via Funk. Die Ar­ti­kel sind über Hy­per­links ver­knüpft und selbst kleine Vi­deos wer­den mit­ge­lie­fert, so dass der Un­ter­schied zu den al­ten Web­sei­ten bzw. zum TV na­hezu ver­schwin­det. Der Bü­cher­markt wird je­doch auf­grund der alt­mo­di­schen Ver­le­ger wei­ter­hin vom Pa­pier do­mi­niert sein und nur be­dingt durch ebooks, Audio- und Vi­deob­ooks (=non­lineare Hyperlink-Videos) An­teile ab­ge­ben. Die übli­chen Bü­ro­dru­cker wer­den durch ge­setz­li­che In­itia­ti­ven ver­drängt bzw. ver­teu­ert, so dass sie nicht mehr wirt­schaft­lich sind nun end­lich aus den Bü­ros und Haus­hal­ten verschwinden.

En­er­gie

Nach ei­ner Ver­knap­pung fos­si­ler En­er­gie­trä­ger wird der En­er­gie­be­darf für mo­bile Klein­ge­räte durch ebenso mo­bile Strom­er­zeu­ger ge­deckt. Diese nut­zen die durch mensch­li­che Be­we­gung und Wärme ent­ste­hende En­er­gie. Der Groß­teil des ver­blei­ben­den En­er­gie­be­darfs wird durch Erd­wärme (Tie­fen­boh­run­gen von 11km), Sonne und Wind ge­deckt, da Erdöl für die Her­stel­lung von be­stimm­ten Po­ly­mer­ver­bin­dun­gen be­nö­tigt wird. In der Überg­angs­zeit bis die er­wähn­ten En­er­gie­quel­len er­schlos­sen sind, wer­den er­heb­li­che En­er­gie­ein­spar­maß­nah­men durch den Staat durch­ge­setzt bzw. die Nut­zung von un­nö­ti­gen en­er­gie­in­ten­si­ven Ma­schi­nen un­ter­sagt (=> Schwel­len­staa­ten). Die Kern­fu­sion wird bald nicht mehr weg­zu­den­ken sein.

Sied­lun­gen

Mensch­li­che Sied­lun­gen wer­den in den ent­wi­ckel­ten Re­gio­nen der Erde fast gänz­lich ur­ba­ni­siert sein, d.h. ab­ge­se­hen von ein paar Bau­ern und Pensionären/Rentnern lebt fast nie­mand mehr auf dem Lande, wo sich all­mäh­lich wie­der die Na­tur aus­zu­brei­ten be­ginnt (Über­wu­cherte Geis­ter­dör­fer, Rück­kehr von aus­ge­stor­be­nen Tie­ren, Ur­wäl­der). Städte da­ge­gen wer­den da­hin­ge­hend op­ti­miert, dass viele Men­schen en­er­gie­spa­rend zu­sam­men woh­nen, so dass sich (Energie-)Verbrauch und Trans­port­wege re­du­zie­ren. Auch die kul­tu­relle und so­ziale Viel­falt er­reicht ihr Ma­xi­mum in die­sen aut­ar­ken Zen­tren bzw. Bal­lungs­räu­men. Die gro­ßen Po­pu­la­tio­nen auf en­gem Raum füh­ren zu ei­nen aus­ge­präg­ten Kon­kur­renz­den­ken, was sich u.a. in zahl­rei­chen künst­le­ri­schen und tech­ni­schen Er­run­gen­schaf­ten (Open Source Pro­dukte) wi­der­spie­gelt. Ar­beits­plätze auf dem Lande ver­schwin­den zu­neh­mend und an­de­rer­seits sind Ar­beit­neh­mer auch kaum noch ge­willt der Ar­beit we­gen aufs Land zu zie­hen, so­fern sie nicht von da­heim, also von der Stadt aus ar­bei­ten kön­nen. Ins­ge­samt fol­gen vor al­lem Frauen die­sem Trend, in der Pro­vinz do­mi­niert des­we­gen der An­teil der Männer.

Daten­spei­che­rung

Un­per­sön­li­chen Da­ten (wie Filme, Mu­sik) wer­den zen­tral ge­spei­chert und kön­nen von da ab­ge­ru­fen wer­den. Per­sön­li­che Da­ten bzw. Daten­schlüs­sel (Pass­wör­ter) be­hält man am bes­ten im Kopf, bio­me­tri­scher Zu­griffs­schutz bie­tet keine Si­cher­heit. Den­noch wer­den Men­schen haupt­säch­lich an­hand bio­me­tri­scher Merk­male iden­ti­fi­ziert. Im­plan­tierte Mi­cro­chips iden­ti­fi­zie­ren ei­ner­seits ei­nen Men­schen und sam­meln an­de­rer­seits sämt­li­che Da­ten (Po­si­tion, Emotionen-> u.a. Gewalt/Hass/Wut, Ge­sund­heits­zu­stand, Ge­spro­che­nes, Ka­me­ra­da­ten), die von ei­ner staat­li­chen oder pri­vat­wirt­schaft­li­chen In­stanz (auch Un­ter­neh­men bil­den Staa­ten) zur Prä­ven­tion und Kon­trolle ana­ly­siert wer­den. Men­schen ohne diese Chips sind vom ge­sell­schaft­li­chen Le­ben aus­ge­schlos­sen und kön­nen des­halb nur au­ßer­halb der gro­ßen Städte als so ge­nannte "Wilde" oder "Ter­ro­ris­ten" leben.

Vir­tu­elle Welt

Ein nicht zu un­ter­schät­zen­der An­teil der Be­völ­ke­rung han­delt und pro­du­ziert (im Sinne von Schaf­fen) aus­schließ­lich vir­tu­elle Gü­ter. Ihr Ar­beits­platz be­fin­det sich des­we­gen in eben­sol­che vir­tu­elle Wel­ten. Vor­gän­ger die­ser Ar­beits­plätze wa­ren die On­line­bro­ker, Mo­de­ra­to­ren in Fo­ren, Blog­ger und ei­nige Pro­gram­mie­rer. Der Ort, an dem die Ar­beit ver­rich­tet wird ist un­ent­schei­dend und so­mit ar­bei­ten Men­schen von übe­r­all in der Welt an ei­nem Pro­jekt - ja ihr Ar­beits­platz ist so­gar ab­so­lut (!) orts­un­ab­hän­gig, da stets eine Ver­bin­dung zum Ar­beits­platz in der vir­tu­el­len Welt auf­ge­baut wer­den kann. Vir­tu­elle Gü­ter wer­den, wie die rea­len auch, in Pro­jek­ten ge­plant, kon­stru­iert, ge­tes­tet und schließ­lich an Per­so­nen oder Or­ga­ni­sa­tion aus­ge­lie­fert, die da­mit den ih­nen zu­ge­teil­ten vir­tu­el­len Raum ge­stal­ten. Ähn­lich ver­hält es sich mit Ser­vice­leis­tun­gen. Be­son­ders her­vor­zu­he­ben ist der hohe Frei­heits­grad die­ser Ar­beit. Lose Ar­beits­ver­träge und emanzipiert-globalisierte Ar­beit­neh­mer bzw. Free­lan­cer stei­gen ebenso schnell in ein Ge­schäft ein, wie sie ab­sprin­gen. Ins­ge­samt ist ist je­doch so, dass jene vir­tu­el­len Gü­ter, je nach Art, sehr leicht und ei­gent­lich von je­dem ge­schaf­fen wer­den kön­nen. Die dazu nö­ti­gen Kennt­nisse der Pro­gram­mie­rung (ge­meint ist auch das Zu­sam­men­stöp­seln von Komponenten/Plugins, ähn­lich dem frü­he­ren "In­stal­lie­ren" und kon­fi­gu­rie­ren von PC-Programmen) ge­hö­ren für die jün­gere Ge­ne­ra­tion ebenso zu den grund­le­gen­den Kul­tur­tech­ni­ken, wie das Le­sen, Schrei­ben und Rechnen.

Bots

(Ro)Bot oder lie­be­voll Boty (von Body) ge­nannte Ma­schi­nen, die mensch­li­che Emo­tio­nen und Denk­wei­sen er­ken­nen (Ge­ruchs­sen­so­ren + Sprach­ana­lyse + Bil­der­ken­nung), ana­ly­sie­ren und sich durch eine Ver­knüp­fung von neu­ro­na­len und se­man­ti­schen Schluss­fol­ge­run­gen zu ge­schätz­ten Zeit­ge­nos­sen ent­wi­ckeln, die ebenso ihre Ge­fühle ver­bal zum Aus­druck brin­gen. Ihre Sprach­aus­gabe ist der des Men­schen zum Ver­wech­seln ähn­lich (Si­mu­la­tion von Schall­wel­len im mensch­li­chen Kehl­kopf, Ra­chen, Mund und Nase). Zwi­schen Men­schen und Bo­tys ent­wi­ckeln sich Be­zie­hun­gen, die zu­nächst an die mit Haus­tie­ren (man denke da an den Aybo) er­in­nern, doch we­sent­lich in­ti­mer wer­den (Love-Botys). Bo­tys küm­mern sich dar­über hin­aus voll­kom­men selbst­stän­dig für all die Ar­bei­ten, die Men­schen noch nie wirk­lich gern er­le­digt ha­ben (Put­zen, Keh­ren, Trans­port von Waren).

Klone

Tiere, Pflanze und auch Men­schen wer­den, zu­min­dest in ei­ni­gen Län­dern, ganz selbst­ver­ständ­lich ge­ne­ti­sche re­pro­du­ziert, wo­bei diese ge­ne­ti­schen Du­pli­kate un­sere ge­ne­ti­sche Aus­lese und Viel­falt mi­ni­miert und lang­fris­tig Pro­bleme her­bei­füh­ren (-> Erb­krank­hei­ten, Mu­ta­tio­nen am Erbgut).

KOMMENTAR AUF DIESEN BEITRAG SIND UNBEDINGT ERWÜNSCHT.

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