Seit fünf Monaten experimentiere ich mit einem Tagebuch-Blog als Bestandteil meiner persönlichen Lernumgebung. Im Gegensatz zu öffentlichen Blogs wie diesem hier, ist ein persönliches Blog weder online, noch für eine Zielgruppe bestimmt. Doch welche Vorzüge hat ein digitales Tagebuch? Wie profitiere ich als Lernender davon? Und wie kann ich ein Blog-System als effektives Werkzeug zum Schreiben einsetzen?
Author: nise
PiraCine: Creative Commons Cinema
Das PiraCine ist das Kino der Hochschule Zittau/Görlitz und des Internationalen Hochschulinstituts Zittau. Einmal im Monat, außer in der vorlesungsfreien Zeit, werden ausschließlich Filme gezeigt, die unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht wurden. Der Aufführungsort ist bisher immer in Zittau im Haus IV 0.01 der dortigen Hochschule. Der Name PiraCine geht zum einen auf die Piratenpartei und der Hochschulgruppe in Zittau zurück und drückt zum anderen eine gewisse Nähe zu The Pirate Bay aus, wo damals Daten für Cineasten zu finden waren.
Features:
- = Programmkino in der Hochschule;
- internationale Filme in Originalsprache mit deutschen Untertiteln;
- ausschließlich Filme mit Creative Commons Lizenz;
- deshalb GEMA-frei;
- einmal monatlich;
- für Studierende und HS-Mitarbeiter kostenfrei;
- = das weltweit erste Kino dieser Art.
Ort: Hochschule Zittau/Görlitz, Haus IV
Erste Vorführung: 16.12.2010 “Point of Departure”
Beteiligte: Niels Seidel & Stephan D., StuRa HS Zi/Gr
Weitere Informationen: piracine @ facebook
Status: beendet
Auswahl an Flyern:
Zurückliegende Kinoabende
Us Now am 26.01.2012
Zenith – A Film by Anonymous am 24.11.2011
Wir konnten die hohe Besucherzahl bei ca. 100 Leuten halten. Leider konnten wir aber nicht soviele Spenden generieren:
- gespendet wurden 18,43€ und 65 KČ = 24,59$ + 3,37$ = 27,96$
- da man leider nur 5, 25 und 50$ spenden kann, werde ich das Restliche zu 25$ dem nächsten Film gutschreiben
Flyer Piracine 24.11.2011_1.png Flyer Piracine 24.11.2011_2.png
The YES MEN fix the World am 27.10.2011
Die erste Veranstaltung für dieses Semester war eine mit großem Erfolg. Es waren mehr als 100 Studenten, Mitarbeiter und Hochschulexterne Leute da.
- gespendet wurden 51,37€ was 68,61$ entspricht. Das habe ich den beiden YES MEN zukommen lassen. Als Gegenleistung bekommen wir folgendes:
- Teilnahme an der Verlosung eines “Survivaballs”
- eine Yes-Lab Mitgliedskarte
- ein Exemplar der Fake New York Times
Die Fake-NYT wird beim nächsten PiraCine ausliegen und danach an die Hochschulbibliothek zur Auslage gespendet.
Die Unsterblichen am 26.5.2011
Es waren 30 Studierende anwesend.
- ein deutscher Film, von Retsina-Film
- Regisseur Matthias Merkle
- gespendet wurden 11,44€
R.I.P. – A Remix Manifesto am 28.4.2011
Diesmal waren nur ca. 30 Studenten da.
- ein kanadischer Film, deutsch synchronisiert
- erklärt die Idee hinter PiraCine
- gespendet wurden 12,80€
Nasty Old People am 24.3.2011
Es waren ca. 70 Studierende und Mitarbeiter zur 3. Vorstellung.
- ein schwedischer Film, der mit deutschen Untertiteln gezeigt wurde, aber sehr leicht zu verstehen ist
- die Anwesenden waren begeistert von dem Film, sodass
- 42,60€ gespendet wurden: Vielen Dank
- die Spende wurde an Tangram Film, die Organisation mit Hanna Sköld, die Regisseurin, überwiesen
Abendliche Kurzfilme am 27.1.2011
Diesmal haben sich da ca. 100 Leute die Kurzfilme angeschaut.
- Doroga
- Star Wreck 4.5 – weak performance
- Bummer Episode 1
- Iron Sky Teaser 1 von 2008 – Space Nazis attack
- Iron Sky Teaser 2 von 2010 – The first footage
- Big Buck Bunny
- Elephants Dream
- Sintel
Außerdem konnten wir eine Spende von insgesamt 22,38€ verzeichnen. Dies habe ich wie folgt an die Produzenten der Filme aufgeteilt:
- 2,38€ an Alex Filipov & Sotir Gelev für ihren Film “Doroga”
- 5,00€ an Blind Spot Pictures für die Filme “Iron Sky Teaser I + II” und für “Star Wreck”
- 5,00€ an Blender Foundation für die Filme “Big Buck Bunny”, “Elephants Dream” und “Sintel”
- 10,00€ an Robert Williams/ Tim Stotz für den Film “Bummer”
Point of Departure am 16.12.2010
Zur ersten Veranstaltung waren ca. 120 Studenten und Mitarbeiter der HS Zittau/Görlitz und des IHI da.
- ein deutscher Spielfilm
- http://www.retsina-film.de/ueber-ausgangssituation/
Quellen für Filme unter CC Lizenz
- http://wiki.creativecommons.org/Category:Film
- http://digitalfilmcamp.de/2009/04/16/cc-filme/
- http://creative-commons-pla.net/de/filme
Vorschläge für weitere Filme
Der Freifunk nach dem BGH-Urteil
Ein drahtloser Netzzugang ist in Deutschland für Gäste in Cafés, Hochschulen, Jugendherbergen und Hotels bereits selbstverständlich geworden. Diese Einrichtungen haften sinnvollerweise nicht für die Netznutzung ihrer Gäste, so wie die Post auch nicht für den Inhalt von Paketen haftbar gemacht wird.
Wenn ich mich jedoch als Privatperson gastfreundlich zeige und meinen Gästen anbiete, Datenpakete über mein WLAN-Vertriebsnetz in die weite Welt zu verschicken, kann ich laut dem BGH-Urteil dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Schlimmer noch: die Beweislast meiner Unschuld liegt bei mir. Glück hat, wer, wie der Beklagte, seine physische Abwesenheit während der Tatzeit durch Urlaub o.ä. beweisen kann.
Treuglaube an sichere Technik
Neben einem “Vergehen gegen sich selbst” wird hier das “Vergehen gegen andere” angeführt und dem Staatsbürger eine neue Pflicht auferlegt:
Auch Privatpersonen, die einen WLAN-Anschluss in Betrieb nehmen, ist es zuzumuten zu prüfen, ob dieser Anschluss durch angemessene Sicherungsmaßnahmen hinreichend dagegen geschützt ist, von außenstehenden Dritten für die Begehung von Rechtsverletzungen missbraucht zu werden. Die Zumutbarkeit folgt schon daraus, dass es regelmäßig im wohlverstandenen eigenen Interesse des Anschlussinhabers liegt, seine Daten vor unberechtigtem Eingriff von außen zu schützen. Zur Vermeidung von Urheberrechtsverletzungen durch unberechtigte Dritte ergriffene Sicherungsmaßnahmen am WLAN-Zugang dienen zugleich diesem Eigeninteresse des Anschlussinhabers.
Das Argument des Selbstschutzes ist m. E. für den Freifunk hinfällig, denn aus der Bereitstellung eines offenen Netzzugangs folgt nicht, dass (a) der Zugangsprovider diesen auch selbst (unverschlüsselt) nutzt und (b) er damit seine persönlichen Daten preisgibt.
Wer willentlich oder adäquat kausal die Verletzung geschützten Rechts herbeiführt und weder Täter noch Opfer ist, gilt laut Definition des BGH als Störer und kann zur Unterlassung gezwungen werden.
Dem WLAN-Betreiber trifft die Pflicht sein WLAN einmal ordnungsgemäß zu konfigurieren. Absurder Weise hatte der Angeklagte sein WLAN mit einer vergleichsweise sicheren Technik (WPA1, 16-Stelliges randomisiertes Passwort) ordnungsgemäß konfiguriert und fiel trotzdem einem Hack zum Opfer (oder doch nicht?). Es bleibt offen, welche Prüfungspflichten zumutbar sind und in welchem Maße sie auszuführen sind. Veraltete Hardware kann man beispielsweise nicht immer sicher konfigurieren, jedoch sehr wohl willentlich einsetzen.
Fraglich ist darüber hinaus die Tragweite dieses Urteils, wenn etwa Windows-Nutzer als Störer gelten, deren Rechner als Teil eines Bot-Netzes agieren, Spam versenden oder sich an DOS-Attaken beteiligen. Wer seinen PC nicht ausreichend vor Schadsoftware schützt, handelt willentlich und kann adäquat kausal gesetzwidrig handeln.
Lösungen für den Freifunk
Die Freifunk-Firmware basiert auf dem OLSR-Protokoll und funktioniert somit im ad-hoc-Modus, statt nach dem Client-Server-Prinzip der üblichen Router-Konfiguration. Die Übertragung zwischen einzelnen Knoten in ad-hoc-Netzwerken lässt sich nicht direkt verschlüsseln. Per se kann man mittels der Basisversion der Freifunk-Firmware den Anforderungen des BGH-Urteils nicht gerecht werden und auf kommende juristische Auseinandersetzungen sollte man besser nicht warten. Gesucht sind also technische oder juristisch-organisatorische Lösungen, damit geschütztes Recht, wie z.B. das Urheberrecht bzw. die Ausnutzung desselben durch die Musikindustrie, nicht verletzt werden kann. Solche Lösungen braucht es um mittels Freifunk die Digitale Gastfreundschaft für Notebook-Nomaden aufrecht zu halten und das bürgerschaftliche Engagement für den Freifunk nicht zu verspielen.
Für den Freifunk ergeben sich meines Erachtens nur drei technische und eine organisatorische Lösung:
- Whitelist: durch die Zugriffsbeschränkung auf bestimmter IP-Adressen bzw. URLs ließen sich Gesetzeskonflikte weitgehend vermeiden. Nachteil: Der Freifunk wäre nicht mehr frei.
- Öffentliche Proxy-Server: sämtlicher Datenverkehr erfolgt indirekt über einen Proxy, wie etwa Google Translate. Nachteil: Der Zugang wird langsam.
- Kombination aus Whitlist und Proxy Server.
- Der Freifunk agiert unter dem Dach einer größeren Organisation und stellt sich nach Außen als Bildungseinrichtung dar.
Innerhalb der Zittauer Freifunk-Initiative werden diese Lösungsmöglichkeiten bereits seit längerem diskutiert. Umständlich sind sie allemal.
323, nein 322 namenlose Tote auf dem Jüdischen Friedhof zu Görlitz
Am 22. Juni soll auf dem Görlitzer Friedhof die Grabanlage für 67 sowjetische Zivilisten eingeweiht werden. Die seit 1945 namenlosen und unkenntlichen Gräber sind nun mit Nummernsteinen und zum Teil mit Gedenkplatten versehen. Evelin Mühle, die Leiterin der städtischen Friedhofsverwaltung, will damit ” über das Schicksal von 67 unbekannten sowjetischen Zivilisten […] informieren”, berichtet die Sächsischen Zeitung.
Weitere sowjetische Zivilisten sind darüber hinaus auf dem Jüdischen Friedhof zu Görlitz begraben. Auch ihre Namen sind uns nicht bekannt. Sie wurden während der letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges im Görlitzer KZ-Außenlager von der Gestapo und/oder SS hingerichtet und zusammen mit den zumeist jüdischen Opfern aus dem Lager auf dem Jüdischen Friedhof in Massengräbern verscharrt. Erst 1948 exhumierte die Görlitzer Kriminalpolizei die 173 Leichen aus den Massengräbern und veranlasste eine Umbettung in die heute noch existenten Gräber auf dem zur Zeit wild bewachsenen Jüdischen Friedhof.

Der 1951 eingeweihte Gedenkstein erinnert als einziges Zeugnis an diese und weitere nicht namentlich erwähnte Tote auf dem Friedhof:
- 111 Urnen von Häftlinge des KZ-AL Görlitz (Namen bekannt)
- 37 Urnen von Häftlingen der KZ-Außenlager Niesky, Bautzen und Hartmannsdorf (Namen bekannt)
- 173 Tote aus den Massengräbern auf dem Jüdischen Friedhof (unbekannte
Personen) - 2 Görlitzer Häftlinge, die (wahrscheinlich) in Rennersdorf
starben (unbekannte Namen)
Auf dem Gedenkstein heißt es:
“Hier ruhen 323 ermordete Kameraden / die im Konzentrationslager / Biesnitzer Grund Görlitz / in den Jahren 1943-1945 der Hitler Tyrannei zum Opfer fielen […]”.
148 Namen von Opfern sind der Friedhofsverwaltung seit 1948 bekannt und inzwischen auch publiziert (u.a. Kurt Wolf). Nur 286 der Opfer stehen jedoch in Zusammenhang mit dem KZ-Außenlager Görlitz.
Warum können wir dort keine Namen lesen? Wie können wir Opfern mit einem Stein gedenken, ohne ihre Namen lesen zu können? Wem soll man gedenken, wenn der Gedenkstein seit seiner Errichtung die Wahrheit verschweigt, weder die Herkunft der Opfer benennt, noch deren Identität aufklärt? Wo sind die Nummernsteine, wo die einzelnen Gräber? Wie sollen Angehörige der Opfer das Kaddisch sprechen?

Ein Nachfahre eines Opfers, der selbst die Shoa überlebte, musste selbst Hand anlegen, um für seinen Vater beten zu können. Es ist traurig auf diese Art gezeigt zu bekommen, wie wir in den letzten 65 Jahren keinen angemessenen Rahmen für das Gedenken an die Opfer schaffen konnten.
Beyond Tag Clouds: TagArcs for WordPress Tag Visualization
Tag clouds are very useful to visualize the most frequently used tags on a website, e.g. a blog. This is done by steering attention through emphasized words whose font size, color or position stands out. But nothing can be found out about temporal relation of a tag’s posts. For me this became evidently on my own tag cloud (see left) which still rates ‘Lima‘ at the leading position whereas the related articles are more then three years old.
More unfortunately is the missing relation to other tags. While one tag is really highlighted the user can not figure out anything about related tags who may appear concurrently.
In order to push semantic visualization I am going to introduce TagArcs as meaningful and eye catching way to outline relationships between tags and posts.
Das Paradox von SZ-Online
Trotz stetig steigender Zugriffszahlen isoliert sich die Online-Ausgabe der Sächsischen Zeitung weiter im Internet. Zwischen April 2007 und Mai 2010 hat sich die monatliche Besucherzahl auf SZ-Online mehr als verdoppelt. Am Angebot hat sich indes nichts geändert.
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Quelle: IVW
OWL – Lernprogramm für die kompetenzorientierte Lehre
Ziel: Entwicklung eines interaktiven Lernprogramms zur Einführung in die Hochschuldikatik mit Schwerpunkt auf dem kompetenzorientierten Unterrichten.
Projektbeginn: April 2010
Ort: IHI Zittau / TU Dresden
Umsetzung: Web-Applikation (jQuery, XML, PHP, MySQL), WordPress MU
Leitung: PD Dr. Sharam Azizi Ghanbari, Prof. (em.) Dr. Franz Schott,
Mitarbeit: Antje Pfitzner, sowie Studierende der Fachrichtung Psychologie an der TU Dresden.







