Wald 2.0 statt CO2.0

Heute beraten sich 50.000 Politiker, Forscher, Aktivisten und Lobbyisten auf dem Weltklimagipfel in Kopenhagen, in welchem Maße der Ausstoß von Treibhausgasen in den nächsten Jahren reduziert werden soll. Die Frage dreht sich dabei hauptsächlich um die Reduktion der CO2-Emission und weniger um jene Klimagase wie Methan, deren Anteil in der Athmophäre zwar geringe, deren Einfluss auf die Erwärmung jedoch ungleich größer ist.

Al Gore und zu letzt Kirk Smith meinten, die Menschen verstünden die Komplexität der Problematik nicht ausreichend, weshalb man ihnen nur ein Ziel vor Augen setzen könne. Und das heißt: CO2 abbauen.

Allein für meinen Apple MacBook müsste ich pro Jahr einen (Apfel-)Baum pflanzen, um den CO2-Ausstoß kohlegetriebener Stromversorgung zu kompensieren:

Leistung MacBook: 3,65A * 16,5V = 60,3 Watt
Stromverbrauch pro Jahr: 60,3W * 12 Stunden * 365 Tage = 527.571 kWh/Jahr
Lausitzer Kohlestrom: 1,150 kg CO2 / kWh => 606,70665 kg CO2 / Jahr

Und damit nicht genug. Eine Google-Suchanfrage kostet 7g CO2 => 7g CO2 * 50 Anfragen/Tag * 365 Tage = 127,75kg CO2. Zu Buche schlagen auch die Profile bzw. Charaktere im so genannten Web 2.0 mit je 1752 kWh pro Jahr – das ist so viel wie ein Mexikaner an Strom verbraucht. Da ich derer mindestens 15 (inkl. eCommerce-Seiten) besitze, kommen da gleich mal über zwei Tonnen zusammen (2014.8 kg).
Wenn ich jetzt aufhöre zu rechnen, lasten 2,75 Tonnen auf meiner CO2.0-Billanz. Laut dem Focus-CO2-Rechner würde ein 8-Liter Auto nach 14815 Kilometern den selben Ausstoß verursacht haben. Nur gut, dass ich zusätzlich nicht noch Auto fahre und somit mit fünf Baumpflanzungen Buße tun könnte – sofern Wälder überhaupt noch CO2-Senken darstellen.

Hier vorab der künftige Wald 2.0:

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