ars electronica 2009: Licht aus, Licht an

Am Donnerstag hat man auf dem Linzer Hauptplatz (ich liebe diese aussagekräftige Ortsbezeichnung) für zwei Stunden das Licht ausgemacht, um diesen Städtern mal die Sterne (mittels Teleskopen) vom Himmel zu holen. „Manch Stadtbewohner hat ja noch nie die Sterne gesehen“ (Zitat: ORF). Schwupp und überall war’s Zappenduster. Fast überall, denn vom ORF-Zelt strahlte ein Scheinwerfer auf die goldene Spitze eines Brunnens. Viele der Anwohner hat auch nicht bemerkt, dass ihre Innenbeleuchtung den Quell der Lichtverschmutzung bildete und erfreuten sich des Ausblicks auf den dustren Platz.
Doch selbst wenn der Himmel in dieser Nacht nicht so wolkenverhangen gewesen wäre, hätte man den die Sonne als größten Lichtverschmutzer an den Pranger stellen müssen, da sie in Komplizenschaft des sternhagel-vollen Mondes auf den erloschenen Hauptplatz leuchtete.

dscf4124-copy-1 Ballettänzerinnen, bestückt mit Licht übers Pflaster huschend.

Alles andere als dunkel flackerte übrigens das Ars Electronica Center:
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