30.07.2007

Me, myself and the Peruvians

Mir geht's gut und ich ge­wöhne mich im­mer mehr an die Ei­gen­hei­ten die­ses Lan­des. Auch wenn ich manch­mal vor Un­ge­duld in­ner­lich ko­che oder schon gern mal den Sti­cke­fin­ger zü­cken würde,

  • wenn wie­der mal ein hu­pen­des Taxi vor­bei­sch­leicht, um mich zum Ein­stieg zu ani­mie­ren oder
  • mich wie­der mal eine Tussi an­quatscht und schon im drit­ten Satz um ein Ge­tränk bet­telt oder
  • wenn ich sehe, wie Leute ohne ein Au­gen­zwin­kern ih­ren Ver­pa­ckungs­müll auf der Strasse fal­len las­sen oder
  • wenn ein La­tino aus Angst schlecht da zu ste­hen mir eine per­fekte Lüge weiß ma­chen will oder
  • wenn ein Ta­xi­fah­rer oder Händ­ler im­mer noch glaubt, dass Tou­ris­ten dop­pelt so viel zah­len und ich ei­ner von ih­nen bin oder
  • wenn ich sehe, wie El­tern ihre Kin­der mit ei­ner Tüte Bon­bons zum Bet­teln an der Am­pel­kreu­zung ab­stel­len oder
  • wenn ich an­se­hen muss, wie all die (ar­men) Leute/​Kinder so rot un­ter­lau­fe­nen Au­gen ha­ben, weil sie nur weis­sen Reis und Ge­flü­gel an­satt vitamin-​​ und mi­ne­ral­stoff­rei­cher Kost essen.

Et­was An­pas­sung kann prin­zi­piel nicht scha­den, doch will ich Gleich­gül­tig­keit ver­mei­den und lie­ber - auf gut deutsch - wei­ter in der Scheisse rüh­ren. Ab­ge­se­hen da­von ent­wi­ckelt sich so lang­sam ein klei­ner Freun­des­kreis. Ich spre­che mitt­ler­weile so­gar schon mit Deut­schen Eng­lisch und ge­rate ins Sto­cken, wenn mich je­mand auf Deutsch an­spricht. Mein Spa­nisch ver­bes­sert sich kaum - dank mei­ner Trägheit.

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Posted by nise | Filed in Reisen | Kommentieren »Share this on del.icio.us Digg this! Share this on Facebook Share this on Technorati Tweet This!

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