Einweihung der Denkmalanlage „Stelen der Erinnerung“ auf dem Jüdischen Friedhof zu Görlitz

Vor fünf Jahren hatte ich die fehlenden Namenszeichen auf dem Görlitzer Jüdischen Friedhofs hier angemahnt und damit einen Stein ins Rollen gebracht. Die Friedhofsverwaltung der Stadt Görlitz, insbesondere Frau E. Mühle, hatte sich der Sache angenommen und viele Unterstützer für die Schaffung einer würdigen Denkmalanlage gewonnen und mit viel Einsatz die Schaffung eines neuen Denkmals koordiniert.
Am 1. September 2015 um 16:00 wird dieses Denkmal auf dem Jüdischen Friedhof eingeweiht. Grußworte und Ansprachen von Stanislaw Tillich, Dr. Nora Goldenbogen von der Jüdischen Gemeinde Sachsen, OB Siegfried Deinege und dem Überlebenden Monik Mlynarski geben der Einweihungsfeier einen würdigen Rahmen. Ich persönlich freue mich auf dieses Ereignis.

Auf ein Wort zur Namensgebung:
Stele bedeute so viel wie Grabstein, was angesichts der auf dem Jüdischen Friedhof noch bestehenden MassenSammelgräber der KZ-Gefangenen eine treffende Bezeichnung ist. „Stelen der Erinnerung“ gibt es u.a. in Offenbach/Main (Synagoge), Beelen (Friedhof) und Geltow (gefallene Bundeswehrsoldaten).

Ein Gedanke zu „Einweihung der Denkmalanlage „Stelen der Erinnerung“ auf dem Jüdischen Friedhof zu Görlitz

  1. Als ich Ihnen im Juni 2008 für Ihr wunderbares Buch um das KZ-Außenlager Görlitz gratulierte und Ihnen im Oktober 2009 meine Idee einer Wiederkenntlichmachung der Namen der Opfer (die Sie für das Buch so fleißig recherchiert hatten) auf dem Jüdischen Friedhof Görlitz unterbreitete, war ein Erfolg dieser Idee nicht ohne weiteres absehbar. Die Axel-Springer-Stiftung sagte mir damals sofort ihre Unterstützung zu, auch das Bundesverwaltungsamt und viele andere. Ohne Frau Mühle aber wäre das nie Realität geworden. Und auch Ihre Vorarbeit mit Ihrem Buch und die nachfolgenden Recherchearbeiten waren besonders wichtig. Die Summe aller Bemühungen und Ideen wird am 1. September eingeweiht – ein wunderbarer Beweis, was gemeinsam geschafft werden kann, wenn man sich einer guten Sache verschreibt. Danke, Herr Seidel, für Ihren wesentlichen Beitrag am Gelingen einer Idee. In memoriam für Moses Isack Hornung, einen deutschen Juden und Fleischermeister aus der Stadt Auschwitz, der im KZ Außenlager sein Leben lassen musste.

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