27.06.2012

Wandzeichen in den Zittwerken

Über die ehe­ma­li­gen Zitt­werke und die dor­tige Fi­liale des Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Groß-​​Rosen hatte ich schon ein­mal be­rich­tet. Der For­schungs­stand zum Kom­plex der Zitt­werke ein­schließ­lich al­ler dort ge­we­se­nen La­ger ist nur teil­weise zufriedenstellend.

In ei­nem Ka­se­re­nen­ge­bäude des rie­si­gen Are­als wa­ren 1944/​45 KZ-​​Häftlinge un­ter­ge­bracht. Das Ge­bäude ist to­tal rui­niert. Das Dach ist halb of­fen, Fens­ter gibt es keine und das Mau­er­werk brö­ckelt. Im Kel­ler ha­ben sich Schatz­su­cher an Schäch­ten und ähn­li­chem ver­sucht.
In zwei Räu­men fin­den sich Schrift­züge in Frak­tal, dazu ei­nige Zeich­nun­gen und Ver­zie­run­gen. Die Zeich­nun­gen las­sen sich zeit­lich nicht ein­deu­tig ein­gren­zen. Die Schrift­art deu­tet auf eine Zeit vor 1945 hin. Der Spruch "O Hei­mat, wie bist du schön" hat we­nig Be­zug zu den dort fest­ge­hal­te­nen Ju­den oder Zwangs­ar­bei­ter. Der fol­gende Spruch könnte eher im Zu­sam­men­hang mit ei­nem KZ stehen:


Wenn das haus ein­mal ein­ge­fal­len sein wird, sind auch sol­chen Spu­ren verwischt.

Posted by nise | Filed in Shoa | Kommentieren »Share this on del.icio.us Digg this! Share this on Facebook Share this on Technorati Tweet This!

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