Trinken für eine gute Sache

Soziales Unternehmertum, oder auf neusprech Social Enterpreneurship, ist ein großes Wort, denn hinter dem Begriff steht die Symbiose von nachhaltigem Wirtschaften und der Milderung sozialer bzw. gesellschaftlicher Probleme. In Dresden machte sich kürzlich ein innovativer Kleinunternehmer daran, das freie Radio als gesellschaftspolitische Instanz durch den Verkauf von Wein zu erhalten.

Freunde des ethisch korrekten Weingenusses dürfen sich am Solidaritätswein erfreuen. Bio war gestern und wird heute durch die soziale Komponente ergänzt. Mit jeder verkauften Flasche Weiß- oder Rotwein gehen 50 Cent an den freien Radiosender ColoRadio. In Sachsen haben es die freien Radiosender besonders schwer. Einerseits verzichten sie (unfreiwllig) auf Werbung und meiden es, mit den öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern in Konkurrenz zu treten, und anderseits verlangt ihnen der Freistaat jährlich 12.000 Euro für die Sendelizenzen ab. Ein Teil der Einnahmen des Solidaritätsweins fließen direkt in den Topf für die Zahlung der Sendelizenz.

Da ich selbst ein paar Jahre eine Sendung im freien Radio in Ulm (freeFM) unterhielt, möchte ich auch hier in Sachsen dererlei Formate und Sender unterstützen. Dank des Solidaritätswein wird eine solche Unterstützung zum Vergnügen. Ein bisschen Arbeit war’s mir dann doch wert, dem Solidaritätswein zumindest zu einem kleinen Web-Shop zu verhelfen.

Modellprojekt: Zittau nimmt 2000 asylsuchende Familien auf

[Fiktion] Ein beschauliches Städtchen im Süden der Oberlausitz beweist großen Mut und begegnet den demographischen Problem der Überalterung und der wenigen Geburten mit einer traditionellen Lösung. 2000 Familen, die wegen ihres Glaubens aus ihrer Heimat in Tunesien, Irak, Ägypten und Palästina fliehen mussten bot die Stadt Zittau vor gut zwei Jahren Asyl und ein neues Zuhause.
Diese ungewöhnliche Idee geht auf die Tra­di­tion des Grafen Nikolaus von Zinzendorf zurück, der im 18. Jahrhundert mehrfach Glaubensflüchlingen aus Böhmen, Mähren und Schlesien auf seinem Grund und Boden Siedlungsraum gewährte. Die Stadt Herrnhut sowie einige Siedlungen in Berthelsdorf zeugen heute noch von der Mildtätigkeit des Grafen. Aber auch andere Städte schlugen in jüngerer Vergangenheit ähnliche Wege ein. In der spa­ni­schen Stadt Agua­viva siedelte man gezielt Ar­gen­ti­nier und Ru­mä­nen an.
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CCC fordert Friedrichs Rücktritt

Auf dem heutigen Datenspuren-Kongress in Dresden referierten Constanze Kurz und Frank Rieger vom Chaos Computer Club aus aktuellem Anlass über den Bundestrojaner. Im Mittelpunkt der Ausführungen standen neben technischer Details des Trojaners vor allem die lapidaren Beschwichtigungen der Vorwürfe durch Bundesinnenminister Friedrich. Die Liste der Vorwürfe war so lang, dass Friedrichs Rücktritt die persönliche Konsequenzen ziehen sollte. Rücktritt lautete deshalb die Forderung des CCC, der ich mich in Anbetracht der argwöhnischen Verlautbarungen des Bundesministers in der heutigen Ausgabe der FAZ anschließe.
Ausführliches dazu schreiben die Görlitzer Piraten auf ihrem Blog.

UNESCO-Lernfilme der Wasserwirtschaft zum Hypervideo-Netz entwickelt

In Dresden trafen sich in den vergangen beiden Tagen Wasserexperten aus aller Welt zur Tagung ‚Management of Water in a Changing World: Lessons Learnt and Innovative Perspectives‘, um sich über die drängensten Probleme einer nachhaltige Bewirtschaftung der Ressource Wasser zu beraten.

Unter Federführung des UNESCO-IHP/HWRP Koblenz und in enger Zusammenarbeit mit Forschern der TU Dresden und dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ – in Leipzig präsentierten wir zum ersten mal die „W – educate“ E-Lectures. Die insgesammt 40 Lernfilme zur integrierten Wasserressourcen-Bewirtschaftung haben wir mit Folien versehen und zu einem Hypervideo-Netz aufbereitet. Besonderes Augenmerk legten wir dabei auf das Wissensmanagement der videographischen Ressourcen. Eine zeitliche und semantische Strukturierung gewährt dem Anwender vielfältige Einstiege und Übergänge zwischen den Lernthemen. Das Software Framework zu wurde von mir am IHI Zittau implementiert.
Das Konglomerat an E-Lectures soll ab Dezember als USB-Variante und Internetlösung weltweit Verbreitung finden. Bis dahin nutzen wir die Zeit für weitere Optimierung und die Implementierung eines nachhaltigen Wartungssystems – vielleicht mit Hilfe des ViWiki.

One possibility to support the worldwide implementation of IWRM is to improve IWRM research and education.
Therefore, IWAS does, together with the German secretariat of UNESCO-IHP (International Hydrological Programme) and WMO-HWRP (Hydrology and Water Resources Programme of World Meteorological Organization), develop an E-learning module on IWRM that is supposed to complement classical learning options.
Since IWRM is complex and as interdisciplinarity is often missing in water management, the module interlinks lectures, i.e. that thematic and geographical linkages (e.g. climate change) between the lectures appear and thus the user can switch within one lecture to another one. To facilitate the access to the module, the 39 lectures are structured in several thematic clusters and an introduction to IWRM and a user guide are provided.
Target groups of the module are graduating students in water-related fields, decision makers, water-related professionals and administration staff.