Jüdische Gräber in Tormersdorf a.d. Neiße

Wer in Rothenburg bei Görlitz die Neiße übertritt, findet sich zwischen den Grundmauern des seit 1945 verlassenen Tormersdorf wieder. Prędocice, so der polnische Ortsname, ist ein menschenleeres und naturreiches Fleckchen Land, dessen jüngstes Bauwerk an die Kampfhandlungen gegen Ende des zweiten Weltkriegs und damit an die Zerstörung des Dorfes erinnert. Die alleinige Anbindung ans Straßen- und Stromnetz des (deutschen) Rothenburgs verhinderte den Wiederaufbau dieser Siedlung am westlichen Rand eines großen Waldgebietes. Doch dort, wo sich nun Wolf und Hase gute Nacht sagen, verbirgt sich ein Stück Erinnerungskultur der Zeit des Nationalsozialismus.

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Testimonium: Anna Hyndráková

Im Folgenden lesen sie in einer Übersetzung aus dem Englischen die Erlebnisschilderungen der Tschechin Anna Hyndráková, welche zunächst im tschechischen Samizdat und später einem Sammelband mit dem Titel “World without human dimensions” im Jahre 1991 vom staatlichen Jüdischen  Museum in Prag herausgegeben wurde.

Anna Hyndráková wurde 1943 von Prag nach Theresienstadt und später nach Auschwitz, so wie in die Groß-Rosener KZ-Außenlager Christianstadt, Niesky, Görlitz und Rennersdorf deportiert.

Übersetzung: Niels Seidel

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