Hilfe, mein Prof ist ein Medienfuzzi

Etwas „aufgedueckt“, aber ein faszinierender Vorschlag, um zwei Probleme am Print- und Hochschulmarkt zu lösen (?)

Universitäten werden nicht umhinkommen, eine Fakultät zu kürzen und zehn Prozent der Professoren zu kündigen und sie durch Medien- und Filmleute zu ersetzen. Journalisten können helfen, das Wissen der Welt als Vorlesungen neu aufzubereiten – Professoren können das womöglich gar nicht. Das wäre doch chic, wenn man aus diesem Wissen richtige Videofilme macht und wenn man Qualitätsjournalisten darauf ansetzt, Literatur- und Politikvorlesungen noch einmal richtig schön und zeitgemäß zu gestalten. Da ist unendlich viel Arbeit.

Günter Dueck in DER STANDARD via jrobbe.

Unvideopedia: Warum Videos bei Wikipedia nicht ankommen

Es bemüht sich wieder einmal jemand darum, mehr Videos in die Wikipedia zu bekommen. Von den 4 Millionen Artikel ist nur ein Promill mit einem Video angereichert. Die Vorteile von dynamischen Medien stehen außer Frage. Auch an (creative commons) Videoressourcen fehlt es nicht mehr. Dennoch gibt es einige Schwierigkeiten mit der Video(-Co)-Produktion für Wikipedia-Artikel:

  • Sprache: viele Videos sind in anderen Sprachen vertont, als der Artikel, Untertitel sind unumgänglich.
  • Visual litracy: Es gibt vergleichsweise wenig Leute, die gute Filme machen können. Schreiben können dagegen viele.
  • Gelegenheit: es gibt viele Phänomene, die sich nicht ohne Weiteres und sofort vom Schreibtisch aus mit einer Kamera einfangen lassen (z.B. Eisvögel, Kuelap, Steinpilzwachstum).
  • Qualität und Korrektur: Während sich ein schlechter Sprachstil oder unvollkommene Inhalte in Texten leicht editieren lassen, offenbaren sich Videos als atomare Klötzer, die wenn dann nur vollständig neu produziert bzw. ausgetauscht werden können. Ob sich künftig vertonte HTML5-Slideshows oder Vektoranimationen durchsetzen (Litracy) bleibt abzuwarten.

Andrew Lih bemüht sich nun im Projekt Wiki Makes Video die Integration von Videos zu unterstützen und durch Gestaltungshilfen (Muster) zu vereinfachen. Auf der Seite finden sich einige praktische Tipps zu Kameraeinstellung und Schnitt, je nach dem welche Art von Objekt man filmen möchte. Bemerkenswert ist auch die etwas naive Liste mit Artikeln, die von einem Video profitieren könnten. Eigentlich ließe sich jeder Artikel, der von Tieren, Pflanzen, Gebäuden, Landstrichen und sonstigen dreidimensionalen, realen Gegenständen handelt, durch bewegte Bilder bereichern.

In der Vergangenheit gab es bereits mindestens eine ähnliche Initiativen von Kaltura, die jedoch leider im Sande verlaufen ist. Diesmal dürfte Lih jedoch einige Studenten der University of Southern California dafür begeistert verpflichtet haben, so dass zumindest ein Effekt zu verzeichnen seinw ird. Auf der diesjährigen WikiSym / OpenSym in Hong Kong ist Andrew Lih mit einem Beitrag „Video Co-creation in Collaborative Online Communities“ dabei.

Ich bin auch gespannt, wann die Liste der featured Videos [1,2] entwaffnet wird:

  1. Annie Oakley shooting glass balls, 1894.ogg
  2. Apache-killing-Iraq.avi.ogg
  3. Cub polar bear is nursing 2.OGG
  4. DuckandC1951.ogg
  5. Eichmann trial news story.ogg
  6. Goa 1955 invasion.ogg
  7. Moon transit of sun large.ogg
  8. Play fight of polar bears edit 1.avi.OGG
  9. Searching for bodies, Galveston 1900.ogg
  10. Tanks of WWI.ogg

my PLE in a nutshell

Ich würde nicht soweit gehen und jede denkbare Medienform und jedes Stück Software zu meiner PLE zu zählen. Darüber hinaus sind die Details meiner PLE etwas, worüber ich nicht öffentlich schreibe. Meine PLE ändert sich zudem ständig. Zu guter Letzt ist meine PLE geprägt durch meine Arbeitsgewohnheiten, eine bestimmte Fachkultur sowie verschiedene Experimente und persönlichen Marotten.
Eine PLE ist eben eine Nuß, die jeder für sich knacken muss, um effektiv arbeiten zu können.

My Personal Learning Environment in a Nut Shell
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ICWRER e-learning session program

In about 40 hours ICWRER will open and only five days later our session about progressive e-learning concepts begins. The session is split in two parts. In the first part Claudia Bremer, Heribert Nacken and Claudio Caponi will focus the topic from different perspectives. In the second part a hands-on demo session takes place. Introduced by a so called madness exhibitors will show their e-learning applications and digital learning resources.

Talks on progressive e-learning concepts

08:30 am
New Media in Education: about eLearning, open educational resources and MOOCs
Author: Claudia Bremer | Goethe-University Frankfurt/Main | Frankfurt/Main | DE

09:00 am
Blended Learning and the way to Lifelong Learning
Author: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Heribert Nacken | RWTH Aachen | Aachen | DE

09:30 am
E-learning for staff of operational Hydrological Services: making it happen in the real world
Author: Claudio Caponi | World Meteorological Organization | Geneva | CH

[10:15 – 10:45 Break]

10:45 am – 12:00 am

Presentation of existing e-learning solutions for water and environmental dynamics

Moderator: Niels Seidel | Dresden University of Technology | Zittau | DE

„E-learning for staff of operational Hydrological Services“
Claudio Caponi | World Meteorological Organization | Geneva | CH

„Interactive hydrological modeling using GeoGebra worksheets“
Andy Philipp | University of Technology Dresden | Dresden | DE

„The FLOODmaster Study Program“
Marco Leidel | University of Technology Dresden | Tharandt | DE

„IWRM Education: A Hypervideo Lecture Series“
Niels Seidel | University of Technology Dresden | Zittau | DE

[Several applications]
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Heribert Nacken | RWTH Aachen | Aachen | DE

Zeit für Details und nicht endende Videos: YouTube slow motion

Im YouTube Editor kann man nun Bewegtbilder langsamer abspielen. Die 72 Stunden Video, die jede Minute auf YouTube hochgeladen werden, könnte man somit auf 576 Stunden strecken. Gut für die Statistic, doch technisch ein alter Hut, den sich YT lange nicht aufsetzen wollte.

Hier das YouTube-Beispiel:

Hier das gleiche via HTML5 (geht nur mit Chrome, Opera und Safari ?):

Die aktuellen Implementierungen von HTML5 finde ich nicht zufriedenstellend. Erstens unterstützt kaum ein Browser das Attribut playbackRate (z.B. Firefox nightly build only) und zweitens ist z.B. mit Chromium unterhalb der halben Wiedergabegeschwindigkeit keine Ton mehr zu hören.

Gerade der Ton ist es jedoch, was ich an YT’s slow motion so spannend finde. Wir können also wieder versteckte Botschaften in die Videos schmuggeln, die erst bei der richtigen Wiedergabegeschwindigkeit zu entschlüsseln sind.
Leider überlässt YT dem Nutzer keine freie Hand die Wiedergabe beliebiger Videos zu verlangsamen oder zu beschleunigen. Eine solches Feature könnte dem Anwender helfen monotone TEDtalks doppelt so schnell zu hören und zu sehen.

Ankündigung: Führung auf dem Geländes des ehem. KZ-Außenlager Rennersdorf

Am Dienstag, den 28. Mai, gebe ich in Rennersdorf auf dem Geländes des ehemaligen KZ-Außenlagers eine Führung mit Zeitzeugen und Schülern. Treffpunkt ist um 15 Uhr am Eingang des Gut Oberrennersdorf, direkt am Fuße des Eichlers, an der Verbindungsstraße zwischen Herrnhut und Bernstadt. Die Veranstaltung wird durch das Dorfkino-Projket der Hillerschen Villa Zittau organisiert.

Interessierte Bürger sind herzlich eingeladen.

Das Gut Oberrennersdorf (Foto aus dem Jahre 2004)