Trinken für eine gute Sache

Soziales Unternehmertum, oder auf neusprech Social Enterpreneurship, ist ein großes Wort, denn hinter dem Begriff steht die Symbiose von nachhaltigem Wirtschaften und der Milderung sozialer bzw. gesellschaftlicher Probleme. In Dresden machte sich kürzlich ein innovativer Kleinunternehmer daran, das freie Radio als gesellschaftspolitische Instanz durch den Verkauf von Wein zu erhalten.

Freunde des ethisch korrekten Weingenusses dürfen sich am Solidaritätswein erfreuen. Bio war gestern und wird heute durch die soziale Komponente ergänzt. Mit jeder verkauften Flasche Weiß- oder Rotwein gehen 50 Cent an den freien Radiosender ColoRadio. In Sachsen haben es die freien Radiosender besonders schwer. Einerseits verzichten sie (unfreiwllig) auf Werbung und meiden es, mit den öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern in Konkurrenz zu treten, und anderseits verlangt ihnen der Freistaat jährlich 12.000 Euro für die Sendelizenzen ab. Ein Teil der Einnahmen des Solidaritätsweins fließen direkt in den Topf für die Zahlung der Sendelizenz.

Da ich selbst ein paar Jahre eine Sendung im freien Radio in Ulm (freeFM) unterhielt, möchte ich auch hier in Sachsen dererlei Formate und Sender unterstützen. Dank des Solidaritätswein wird eine solche Unterstützung zum Vergnügen. Ein bisschen Arbeit war’s mir dann doch wert, dem Solidaritätswein zumindest zu einem kleinen Web-Shop zu verhelfen.

dog2go

dog2go

Gut für die Umwelt. Besser für alle.

dog2go hat ausnahmslos den Kleinköter im Programm. Genauer gesagt den Gemeinen Ulmer Mischlingsköter (GUM) mit einem kombinierten Hundefutterverbrauch von 3,3 kg auf 100 km und einer kombinierten Methan/CO2-Furz-Emission von 88 g/km. Das sind Spitzenwerte, die ihresgleichen suchen.
Allein schon aus diesem Grund ist jede Gassigang mit einem dog2go besser für die Umwelt, verglichen mit dem Gassigehen mit anderen Kötern.
(more…)

Die Ulmer Terror Connection zur Sauerlandzelle

Gestern Abend lief im Deutschlandfunk ein feature von Walter van Rossum über die “Sauerlandzelle”. Der aus Ulm stammende Islamkonvertit Fritz Gelowicz galt in den Medien als Rädelsführer der “Sauerlandzelle”. Er stand in Ulm (Islam Informationszentrum) bzw. Neu-Ulm (Multikulturhaus) unter dem Einfluss des “Haßpredigers” Yehia Yousif der mehr als sechs Jahre für den Verfassungsschutz gearbeitet hat und sich heute wahrscheinlich im Sudan aufhält.

Mit dem bezeichnenden Titel Ein Käfig voller Enten spielt Rossum in dem Radio-feauture auf die unkritische Medienberichterstattung in Zusammenhang mit erfolgreich vereitelten “Terroranschlag” der sogenannten Sauerlandzelle an. Er macht deutlich, wie sich der deutsche Staat tollpatschig, aber erfolgreich gegen ein Terrornetzwerk verteidigt, was er mit Hilfe von Geheimdiensten selbst geschaffen hat. Die peinlich Inszenierung entfachte seine Wirkung im Zusammenspiel mit den naiven Medien und nützte Innenminister Schäuble als Argumentationshilfe zur Umsetzung seines Maßnahmenkataloges gegen den internationalen Terrorismus. Die Erkenntnis des Terrorsimusfoscher Jürgen Elsässer, dass man “mit der medialen Konfrontation der Bevölkerung größere Hysterie, Panik und Angst einjagen kann, als möglicherweise mit der Bombe”, ist also nicht nur “den Terroristen” bekannt.

Rossum’s Radio-feature ist ein wunderbares Beispiel für investigativen Journalismus, der im positivem Sinne enttäuscht.

Klezmer contra NPD – 1. Mai 2009 in Neu-Ulm

Dass die Gegendemonstration am Bahnhof Ulm alles andere als ein Kindergeburtstag war, verdeutlichen diese beiden Videos. Schlagstöcke, Pfefferspray, abgerichtete Hunde, berittene Polizisten und Wasserwerfer waren nötig, um die NPD-Demonstranten vor ihren Gegnern abzuschotten. Um hier keine Vorurteile aufkommen zu lassen; die linksgerichteten Demonstranten waren keine homogene Gruppe, die man hätte als Autonome deklassieren können. Unter ihnen waren sehr viele normale Jugendliche, Kurden und angehörige von linken Parteien. Nur ein kleiner Teil der Gegendemonstranten setzte sich mit Flaschen, Pferdeäpfel (der Polizeipferde) und Steinen zur Wehr – auch Müllcontainer brannten. Insbesondere die Polizisten, die mit Pferden in die Menge geritten sind, wurden angegriffen. Eine Polizistin wurde dabei durch eine Flasche schwer verletzt.
Hätte die Polizei nicht schon im Laufe des Tages dutzende Platzverweise erteilt und Demonstranten festgenommen (min. 70) bzw. dauerhaft eingekesselt (Bahnhof Ulm, Unterführung am Bahnhof, Weinhof), wäre es auch in Neu-Ulm zu erheblichen Ausschreitungen gekommen. Zwischenzeitlich flogen Pflastersteine in Richtung des Ulmer Polizeigebäudes (Neues Bau). Die am Weinhof eingekesselten mussten dort fünf Stunden verharren, währenddessen Vertreter von amnesty international und Rechtsanwälte mit den Einsatzkräften verhandelten.

Trotzdem blieb es in Neu-Ulm weitgehend ruhig. Wir haben versucht, die vor meinen WG marschierenden Nazis durch massive Beschallung mit jiddischen Klängen zu stören. Zumindest verstummten ihre dämlichen Parolen und wir ernteten ihr Lob in Form von bösen Blicken und Stinkefingern – und das, obwohl diese Leute Meinungsfreiheit demonstrierten (!!).

Angesichts dieser verheerenden Geschehnisse meine ich, dass der Stadt Ulm durch ein Verbot der NPD-Demo nicht nur die Personen- und Sachschäden, sondern auch die Kosten für Polizeieinsätze und der nachhaltige Imageverlust bei den Bürgern erspart geblieben wären. Ähnlich verhält es sich mit dem Zentrum von Neu-Ulm, in dem 50% der Bürger einen so genannten Migrationshintergrund haben. Plakate mit der Aufschrift “Ausländer raus” gepaart mit den schallenden Sprechgesängen “Deutschland den Deutschen” empfinde ich als Gift für unser gesellschaftliches Zusammenleben. Solche Äußerungen sind bei einer öffentlichen Demonstration in einem übermäßig von Migranten bewohnten Viertel nicht mehr durch die Meinungsfreiheit (Art 5 GG) gedeckt. Sie gefährden den öffentlichen Frieden und sind somit als Volksverhetzung anzusehen.
Mögen sich die Neu-Ulmer Bürger zu einer Klage durchringen!

Machen Sie mit! Überwachen Sie Ulm!

undefined

[satire] Jetzt neu in Neu-Ulm: die totale Überwachung von Badenwürtemberg. Alle Bayern sind hiermit aufgerufen, den Ulmern ins Wohnzimmer zu glotzen.
Schauen Sie nach, ob die Ulmer Bomben bauen, linke Zeitungen lesen oder Kuchen essen.
Der Freistaat will es wissen. Überwachung ist die beste Verteidigung unserer weiß-blauen Kulturgüter. [/satire]