Pirate Cinema: Großes Kino durch Torrent Mashups

Nicht PiraCine, sondern THE PIRATE CINEMA nennt sich die Performance von Nicolas Maigret, die Fragmente von Peer2Peer-Downloads zu einem Film vereint. Dabei gibt es zwei Spielarten: Einmal werden die am beliebtesten Torrents gestartet und je heruntergeladenen Fragment wiedergegeben. In der anderen Variante wählt man einige Torrents aus, die dann ebenfalls je vollständigen Fragment abgespielt werden.

Gesehen beim CCC Congress 2013, siehe Ankündigung.

eScience Saxony Lecture: KNOWLEDGE_SCAPES

Im Rahmen der eScience Saxony Lectures wird am Mittwoch 18:00 Dr. Jörg Rainer Noennig, Juniorprofessor für Wissensarchitektur an der TU Dresden, in der SLUB zum Thema:
„KNOWLEDGE_SCAPES – Neue Wissensorte und -umgebungen im digital vernetzten urbanen Raum“

referieren.

Der öffentliche Vortrag findet im Vortragssaal der SLUB Dresden ab 18:00 Uhr statt und wird per Livestream (Anmeldung als “Gast”) im WWW übertragen.

Vortrag: Open Commons Region Dresden

Vortragsfolien: PDF (6,7 MB)

LaTeX, SVG, Screenshots: 20131013_umundu_commons.zip (10 MB)

Audioaufzeichnung: mitschnitt.mp3 (130 Minuten / 48 MB)

Folien als Einzelbilder:

Hier noch eine mehr oder weniger sortierte Linkliste, auch wenn diese Links wahrscheinlich anderswo schon in einer ähnlichen Zusammenstellung zu finden sind und ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann:

Lobby:

Wie’s gemacht wird:

Beispiele aus Deutschland:

Internationale Beispiele:

Open Commons Region Linz:

Beispiele aus Dresden:

VI-TWO: Javascript Framework for interactive Videos

After a couple of years of development and testing I finally managed to make VI-TWO public available as open source solution for interactive hypervideo learning environments.

VI-TWO is an modular software framework to playback and organize collections of enriched videos. It supports several annotation types such as tags or time-depended hyperlinks. It supports access and individual organisation of video-based information.

The client-side architecture allows flexible integration in other Web CMS oder Frameworks. So fare VI-TWO has been applied as extension for MediaWiki, WordPress and Drupal. The framework is highly extensible by widgets.

Main features

  • time-related annotations: table of contents, temporal tags, search
  • time-depended annoations: slides, images, maps, web-content, quizzes, hyperlinks
  • video manager to get a brief overview of a collection of videos
  • recommendations of related videos
  • playlists
  • search within metadata and extracted text of time-depended annotations

Demo: IWRM education

The first stand alone application build with VI-TWO is a interactive learning resource called IWRM education. IWRM education consists of 42 enriched university lectures. The application supports self organized learning processes by providing easy information access through categories, tags, full-text search and fosters easy browsing within the information space by offering related videos, a playlist and its main feature: hyperlinks. As a real hypervideo realization the user can follow 255 time-based semantic relations between the lectures. Try out, its Open Source and a Open Educational Resource (CC):

http://www.iwrm-education.org/

Download

VI-TWO is provided under MIT license at github. The source code includes so far two demo applications.

https://github.com/nise/vi-two/

 

The framework can be extended through widgets.https://github.com/nise/vi-two/

Vortrag@Umundu’13: Open Commons Region Dresden – Wie erschließt man die digitalen Gemeingütern einer Stadt?

Die Allmende steht im Fokus des diesjährigen Umundu-Festivals. Dazu werde ich einen kleinen Beitrag über die digitale Allmende leisten und über den Nutzen regionaler Datenkreisläufe und Infrastrukturen referieren. Ich möchte dabei versuchen die globale Präsenz der digitalen Allmende auf kleine Regionen herunter zu brechen und die schlummernden Potentiale einer Open Commens Region für Dresden aufzeigen.

Titel: Open Commons Region Dresden – Wie erschließt man die digitalen Gemeingütern einer Stadt?

Termin: 13.10.2013, 16:00

Ort: Veränderbar, im Hinterhaus auf Görlitzer Str. 42 in 01099 Dresden

Abstract:

Neben der klassischen Allmende gibt es zahlreiche Beispiele der digitalen Allemende bzw. Wissensallmende, die im Zuge des Wandels zur Wissensgesellschaft Bedeutung erlangt haben. Das betrifft vor allem die Zugänge zu Information und zu essentiellen Kultur- und Wissensressourcen. Auf globaler Ebene verbindet man damit eine Reihe von sozio-technischen Konzepten (z.B. Open Source, Open Data, Open Educational Resources), Diensten (z.B. Freifunk, Open Streetmap, Stadtwikis) und Organisationen (z.B. Wikimedia Foundation, UNESCO, …).
Die Frage besteht nun, wie eine Umsetzung auf lokaler Ebene, etwa in einer Stadt wie Dresden aussehen könnte? Welchen Nutzen stiften digitale Gemeingüter den Bürgern einer Stadt?
Am Beispiel der österreichischen Stadt Linz soll dazu das Modell einer Open Commons Region vorgestellt und perspektivisch für Dresden aufgezeigt werden.

Dabei werde ich im Vortrag voraussichtlich folgende Fragestellungen thematisieren:

  • Was versteht man unter digitaler Allmende / Wissensallmende?
  • Gibt es eine Tragödie der digitalen Allmende?
  • Welche Rolle spielen digitale Gemeingüter in der Stadt des 21. Jahrhundert?
  • Welche Städte sind die Vorreiter in diesem Gebiet?
  • Was ist ein Open Commons Region?
  • Welchen Nutzen und welche Potentiale bieten sich für Bürger, Wirtschaft und Tourismus?
  • Warum ist der Aufbau einer Open Commons Regionen ein nachhaltiger Beitrag für die Stadtentwicklung?
  • Wie sieht der aktuelle Stand in Deutschland, Sachsen und Dresden dazu aus?
  • Welchen Beitrag können Stadt, Unternehmen, Vereine und Bürger dazu leisten?

Darf der BND alle Verbindungsdaten überwachen?

Es wird immer wieder angeführt, dass der BND keine totale Überwachung der Internetkommunikation zwischen der BRD und dem Ausland vornehmen darf. Die Befugnisse des BND seien damit im Vergleich zum us-amerikaischen NSA weit mehr eingeschränkt und mit unseren Grundrechten vereinbar. Im so genannen G10-Gesetz steht in §10, Absatz 4:

In den Fällen der §§ 5 und 8 sind die Suchbegriffe in der Anordnung zu benennen. Ferner sind das Gebiet, über das Informationen gesammelt werden sollen, und die Übertragungswege, die der Beschränkung unterliegen, zu bezeichnen. Weiterhin ist festzulegen, welcher Anteil der auf diesen Übertragungswegen zur Verfügung stehenden Übertragungskapazität überwacht werden darf. In den Fällen des § 5 darf dieser Anteil höchstens 20 vom Hundert betragen.

Zur Sammlung von Informationen darf der Anteil der zur Verfügung stehenden Übertragungskapazität höchstens 20% betragen. Unter Kapazität versteht man im Kontext von Datenübertragung die maximal mögliche Rate der Daten, die fehlerfrei über einen Kanal übertragen werden kann. Diese Datenübertragungsrate bezeichnet die Menge an Daten je Zeiteinheit. Der BND darf also maximal 20% der Daten sammeln, die je Zeiteinheit übertragen werden.

Schaut man sich nun einmal an, wie sich die über das Internet übertragenen Daten zusammensetzen, stellt man zunächst fest, dass ein Großteil durch die Übertragung von Multimediaangeboten (Video on Demand, Videokonferenzen) und File-Sharing zustande kommt. Man kann also annehmen, dass ein Großteil der Daten ohnehin nicht gespeichert werden muss, weil er im Netz verfügbar ist, d.h. unabhängig von einer Überwachungsmaßnahme abrufbar ist. Nicht zuletzt aufgrund effektiven Verschlüsselungsmethoden, konzentrieren sich Geheimdienste auf Verbindungsdaten. Diese eigenen sich beispielsweise zur Erstellung von Bewegungs- und Kommunikationsprofilen und werden aus den Headern der IP-Pakete entnommen, ohne die wesentlich größeren Inhalte der Pakete analysieren zu müssen. IP-Pakete sind die kleinste Einheit von Daten, die im Internet zirkuliert. IPv4-Header sind zwischen 20 und 60bytes (160-480Bits) groß, IPv6-Header sind ungefähr doppelt so groß. Ein IP-Paket inkl. Header kann bis zu 65,535 bytes groß sein.
Wenn der BND also auch nur 5% der übertragenen Daten sammelt und auswertet, dann ist der Datenbestand immer noch ausreichend groß, um alle Verbindungsdaten von E-Mails, Video-Telefonate und Seitenaufrufe im WWW, etc. zu protokollieren. Man muss natürlich bedenken, dass die über Deutschland gerouteten Daten nur einen kleinen Teil des gesamten Datenaufkommens im WWW ausmachen.
In puncto Überwachung des auswärtigen Internetverkehrs wurden dem BND in Deutschland ähnliche Freiheiten eingeräumt, wie der NSA in den USA. Das Ausmaß der Überwachung ist aufgrund des hiesigen Traffics zwar geringer, doch kann die Datenerfassung laut Gesetz ebenso effizient erfolgen wie in den USA. Das würde erklären, warum die Bundesregierung schier regungslos den öffentlichen Forderung zur Aufklärung der NSA-Ausspähungen gegenüber steht. Wer im Glashaus des Panoptikums sitzt, wird nicht mit Steinen werfen.